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Alt und Jung - Zeit für Politik

Missverständnisse und Konflikte zwischen jungen und alten Menschen sind nichts Neues. Schon im alten Griechenland hat z. B. Sokrates über die Jugend geschimpft, die schlechte Manieren habe und den Eltern widerspreche. Dass sich die Jugend gegen Autoritäten auflehnt und sich auf diese Weise mit Traditionen und Lebensweise der älteren Generation auseinandersetzt, ist seit langem fester Bestandteil einer Gesellschaft. Wie gut jedoch eine Gesellschaft funktioniert, hängt auch davon ab, ob die Generationen einander in Krisenzeiten beistehen. Viele Debatten, die im Zusammenhang mit Fridays for Future oder aber mit der Corona-Krise stattfinden, entzünden sich gerade an der Frage, inwiefern die Alten auf die Jungen oder eben die Jungen auf die Alten Rücksicht nehmen sollen. So gab es bei Fridays for Future z. B. einzelne Stimmen, die damit argumentierten, dass alte Menschen keine Lust hätten, sich um die Zukunft des Planeten zu kümmern und sich deswegen nicht für die Belange der Jugendlichen interessierten. Während der Corona-Krise wurde oft kritisiert, dass gerade junge Menschen in Kauf nehmen, andere anzustecken, nur um Spaß zu haben. Wie sollten wir gerade in diesen kritischen Zeiten, aber auch im normalen Alltag in unserer Gesellschaft, miteinander umgehen? Diese Unterrichtseinheit behandelt folgende Kernfragen: Welche Beispiele für Konflikte zwischen Jung und Alt gibt es? Welche Gegenbeispiele gibt es für ein Miteinander der Generationen? Wie kann ein respektvolles Miteinander zwischen jungen und alten Menschen gelingen?

Anbieter: Bayeriische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit





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Alternde Gesellschaft

Deutschland altert. Im internationalen Vergleich gehört die deutsche Gesellschaft zu den ältesten. Ältere Menschen haben Aussicht auf ein im Durchschnitt längeres und aktiveres Leben. Schattenseiten sind die hierzulande steigenden Zahlen von Pflegebedürftigen sowie von Demenz betroffenen Menschen. Eine generationengerechte Gesellschaft bedarf beides: Möglichkeiten, in jedem Alter selbstbestimmt eigene Potenziale zu entfalten, sowie Solidarität und Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen älterer Menschen.  Beiträge zum Thema Alternde Gesellschaft in der APuZ 4-5/2013  der bpb.

Alter(n)

In der öffentlichen Debatte werden Alter und Älterwerden oftmals als Katastrophe apostrophiert. Diesen Negativszenarien zufolge nehmen "die Alten" den Jungen die Zukunft weg. Ab und an wird gar das Bedrohungsszenario einer "Gerontokratie" beschworen. Diesen pessimistischen Stimmen, die mit Blick auf die Gesundheits- und Rentensysteme die Lasten beklagen, stehen optimistische Sichtweisen gegenüber, die die positiven Potenziale in den Blick nehmen. Beiträge dazu in der Ausgabe "Altern(n)" aus der Reihe "Bürger & Staat" der LpB BW.

Ältere: Gesellschaftliches Potential!

Dass eine alternde Gesellschaft auch Chancen birgt, dass ältere Menschen nicht in erster Linie ein gesellschaftliches Problem, sondern vielmehr ein Potenzial darstellen, wird in einer jugendzentrierten Gesellschaft viel zu wenig gesehen. Die Ausgabe Ältere: Gesellschaftliches Potential! der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" zeigt Potentiale auf.

Statistiken zu Senioren

Der Anteil der Personen, die 60 Jahre und älter sind, stieg in den vergangenen ca. 50 Jahren von rund 17% auf 27%. Laut einem Zukunftsszenarium des Statistischen Bundesamtes wird er bis zum Jahre 2050 weiter deutlich ansteigen. Dies und weitere Daten in "Zahlen und Fakten" der Bundeszentrale für politische Bildung.

In Deutschland gibt es rund 17 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Damit bildet die Zielgruppe Senioren einen prozentualen Anteil von rund 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Statistiken über Senioren in Deutschland und Europa bei Statista.