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Der Onlinekatalog der Zentralen

*** Willkommen bei unserem Adventskalender! ***

Hinter jeder Kugel unseres musikalischen Adventskalenders verbirgt sich ein anderer politischer Song. Von jedem Song werden zunächst nur ein paar Liedzeilen veröffentlicht, anhand derer es dann zu erraten gilt:

- Wie lautet der Songtitel?
- Wer hat ihn 
gesungen?
- In welchem Jahr ist er erschienen?

Wer miträt, kann natürlich auch etwas gewinnen :-) Hier zu den Teilnahmebedingungen und Preisen.

Am jeweils darauf folgenden Tag lösen wir die Fragen auf bzw. veröffentlichen den gesamten Liedtext und den Song zum Nachhören.

Viel Spaß beim Mitraten!

 

SONG 18

AUFLÖSUNG

 

ZWISCHEN DEN WELTEN aus dem Jahr 2018 von PUR
 

Zweifel und Gewissheit
Zögern und Entschlossenheit
Ein Bettler und ein Millionär
Ein Langweiler ein Visionär
Wohnstube und Stadion
Ein Flüster, ein Megafon
Donald Trump und Willy Brandt
Verbranntes und gelobtes Land
Ratlos stehen wir oft dazwischen
Ein Wunder, dass wir uns of nicht verlieren

Wir leben und wir lassen
Zwischen den Welten
Wir lieben und wir hassen
Zwischen den Welten
Wir staunen und wir fragen
Zwischen den Welten
Bis wir verstehen, dass es nur diese eine
Einzige Welt für uns gibt
Zwischen den Welten

Unmöglich oder machbar
Ein Fremder wird ein Nachbar
Traumgespenst und Wirklichkeit
Einsam oder doch zu zweit
Achtsamkeit und Arroganz
Stillstand und ein wilder Tanz
Jesus Christus, Adolf Hitler
Keiner spielt da den Vermittler
Die Extreme, wir dazwischen
Kein Wunder, dass sich manche verlieren

Wir leben und wir lassen
Zwischen den Welten
Wir lieben und wir hassen
Zwischen den Welten
Wir staunen und wir fragen
Zwischen den Welten
Bis wir verstehen, dass es nur diese eine
Einzige Welt für uns gibt
zwischen den Welten
(Leben) zwischen den Welten
(Sterben) zwischen den Welten

Zwischen den Welten entdeckst du die Welt, die wir teilen
Die wir teilen
Wie der große Ball jetzt
Mit dem wir spielen
Den wir uns zuspielen

Zwischen den Welten
Zwischen den Welten

Wir staunen und wir fragen
Zwischen den Welten
Bis wir verstehen, dass es nur diese eine
Einzige Welt für uns gibt
Zwischen den Welten
Wir lieben und wir hassen
Zwischen den Welten
Wir staunen und wir fragen
Zwischen den Welten
Bis wir verstehen oh, dass es am Ende nur diese eine
Einzige Welt für uns gibt

Zwischen den Welten

 

ZUR ENTSTEHUNG


"Zwischen den Welten" ist ein Song der deutschen Pop-Schlager-Band PUR aus Bietigheim-Bissingen. Bereits 1975 als Schülerband gegründet, hat die Band heute unter Bandleader und Sänger Hartmut Engler ein Millionenpublikum und zählt zu den erfolgreichsten Bands im Land.
Kaum eine deutsche Band steht so für Wohlfühl-Pop wie Pur, so manche stempeln ihre Songs auch als seichtes, kitschiges Provinzgedudel ab. Auf dem Album "Zwischen den Welten" lässt die Band aber auch gesellschaftskritische Töne anklingen, wirbt für Toleranz und setzt ein Zeichen gegen Fremdenhass.

Wie kam es zu dem Titel?

Engler: „Ich saß in meiner Wohnstube und dachte an unser bevorstehendes Konzert in der Arena auf Schalke. Es wurde mir da noch viel bewusster, dass wir uns als Band, als Musiker und als Menschen immer wieder zwischen ganz verschiedenen Welten bewegen. Das ist etwas unglaublich Schönes und gleichzeitig auch sehr emotional Aufgeladenes. Es geht uns auch um den Blick auf die Welt, darum, Toleranz und Verständnis zu entwickeln für vieles auf der Welt, das uns zunächst fremd erscheint. Es passiert so viel um uns herum, diese ganzen Extreme, mit denen wir alle tagtäglich konfrontiert werden. Man bekommt von allen Seiten Informationen und Meinungen und verliert fast den Überblick. Das Album erzählt auch davon, die Ruhe zu bewahren, zu vertrauen und auch mal die Perspektive zu verändern.“

Wie politisch sollte ein Band heutzutage sein?

Engler: "Wir haben kein Konzept darüber gestülpt, dass wir multikulti sind. (...) Aber ich möchte da nicht um den heißen Brei rumreden: Alles, was wir machen, macht Sinn. Wir sind keine Politiker. Wir wollen Musik machen. Aber wir sind Künstler mit Haltung. (...)
Wir machen uns große Sorgen über die weltweiten Entwicklungen. Im Kleinen, im täglichen Leben ist es schon zu spüren: Bei meinem letzten Besuch hier in Berlin habe ich zwei Welten von Taxifahrern erlebt. Der eine glaubte, alle Zeitungen würden lügen, und bezog seine Informationen lieber aus irgendwelchen Foren im Internet. Das, was ich glaube, lässt sich journalistisch nachprüfen, aber es schien diesen Mann nicht zu interessieren. Am nächsten Tag erzählte mir ein dunkelhäutiger Taxifahrer freudestrahlend im Berliner Dialekt, wie sehr er Deutschland liebe. Das war wieder mal zwischen den Welten in ein und der selben Stadt."

Hilft Kunst in schwierigen Zeiten?

Engler: "Zumindest weiß ich durch das Feedback, das ich bekomme, dass unsere Musik für viele Menschen durchaus eine Relevanz hat. Es geht bis hin zu Statements wie „Ihr habt mein Leben gerettet!“. Ich habe eine Verantwortung, wenn ich mich öffentlich äußere, und die nehme ich auch an. Deshalb ist alles, was ich singe, mehrfach durchdacht."

Wie erhalten Sie sich Ihren Optimismus in einer Zeit voller unerfreulicher Ereignisse?

Engler: "Ich bin grundsätzlich in allen Lebenslagen pessimistisch, weil ich mich richtig darüber freuen will, wenn es dann doch nicht so schlimm kommt, wie ich es befürchtet habe. Es ist ein Zweckpessimismus. (...)  Ich bin zwar ein Pessimist, aber ein hoffnungsfroher.

Quellen: PAZ, FanLexikon, Schlagerportal

 

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

zum Themenbereich Globalisierung - Eine Welt und  Fremdenfeindlichkeit begegnen in unserem Themenkatalog.