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Ägypten

Ein Land zwischen Fortschritt und Rückschritt

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz 2011
Demonstranten auf dem Tahrir-Platz 2011, Foto: Ramy Raoof, wikipedia.org, CC BY 2.0

Anfang 2011 ging das ägyptische Volk auf die Straße, um  Präsident Husni Mubarak zu stürzen und um seine Freiheit zu kämpfen. Als erster frei gewählter Präsident Ägyptens trat Mohamed Mursi 2012 sein Amt an. Doch der neue Präsident war von Anfang an umstritten, es kam es zu heftigen Protesten gegen Mursi, aber auch zu Solidaritätskundgebungen seiner Anhänger. Am 3. Juli 2013 wurde er seines Amtes enthoben. Im Mai 2014 fanden erneut Präsidentschaftswahlen statt, bei welchen der ehemalige General al-Sisi als klarer Sieger hervorging. Die Regierungszeit von al-Sisi ist von einem autoritären Herrschaftsstil, Repression und Menschenrechtsverletzungen gegen oppositionelle Kräfte geprägt.

Nach über drei Jahren soll Ägypten nun auch wieder ein Parlament bekommen. Bei den Parlamentswahlen Ende 2015 wird erwartet, dass al-Sisis Unterstützer die Wahl für sich gewinnen werden. Wird Ägypten der Übergang in ein demokratisches System gelingen? Oder bedeutet auch diese Wahl wieder einen Schritt zurück in die Zeit vor dem Arabischen Frühling?

Parlamentswahl 2015

Parlamentswahl in Ägypten 2015
Nach über drei Jahren soll Ägypten wieder ein Parlament bekommen. Es sind die ersten Wahlen, nachdem Präsident Abdel Fattah al-Sisi 2013 die Macht im Land übernommen hat. Im Juni 2012 war die ehemalige "Volkskammer" aufgelöst worden. Seitdem waren mehrfach Parlamentswahlen angekündigt und wieder abgesagt worden.
Hintergrund aktuell, 16.10.2015
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Anschlag auf Wahlbeobachter in Ägypten
Der Terror überschattet die ägyptischen Parlamentswahlen: Bei einem Bombenanschlag auf ein Hotel im Nord-Sinai sind acht Menschen getötet worden. Dort waren 50 Richter untergebracht, die die Wahl beobachten sollten.
(Deutsche Welle, 24.11.2015)

Zweite Runde der Parlamentswahl in Ägypten lockt wenige Wähler
Das neue ägyptische Parlament wird die Macht des autoritären Präsidenten kaum einschränken können. Vielleicht ist deshalb das Interesse der Wähler eher gering. Die Abstimmung über das neue Parlament in Ägypten ist mit geringem Wählerinteresse in die zweite und entscheidende Phase gestartet. Fernsehsender zeigten weitgehend leere Wahllokale.
(n-tv, 22.11.2015)

Parlamentswahl in Ägypten 2015
(Wikiepdia)

Ägypten unter Präsident Al-Sisi - Fortschritt oder Rückschritt?

Ägypten: Aktuelles Konfliktporträt
Fünf Jahre nach dem "Arabischen Frühling" sind in Ägypten die alten Verhältnisse wiederhergestellt: Das Militärregime unterdrückt jegliche Opposition. Extremisten verüben Attentate. Die Spirale der Gewalt dreht sich unaufhaltsam und bindet Kräfte, die eigentlich zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme gebraucht werden.
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Momente der Verzweiflung
Hassan F. und das Ende arabischer Revolutionsträume
Er sitzt auf den Treppenstufen im Hausflur eines Altbaus in Berlin-Mitte und starrt vor sich hin. "Ich bin im Zustand völliger körperlicher und psychischer Erschöpfung", sagt er. Hassan F. war einer der führenden Aktivisten der arabischen Revolution 2011 in Ägypten.
(Deutschlandradio, 20.2.2015)

Mehrere Tote bei Jahrestag der Revolution in Ägypten
Auch am vierten Jahrestag der Revolution beweist das Regime in Ägypten seine Macht mit aller Härte - und löst Proteste im Land binnen Minuten auf. Zahlreiche Menschen werden dabei getötet.
(Deutsche Welle, 25.1.2015)

Ägypten drohen Unruhen im ganzen Land
Salafisten, Muslimbrüder und Studentenverbände haben zu Massendemonstrationen aufgerufen. Bereits am Morgen wurden bei Schießereien in Kairo zwei Offiziere getötet.
(Zeit, 28.11.2014)

Ägypten: "Ein Schritt zurück"
Nahost-Experte Stephan Roll von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin sieht das Land vor dem nächsten großen Knall.
Interview, 27.5.2014
(Deutschlandfunk)

Todesurteile gegen Muslimbrüder "Ägypten steht schlechter da als vor Arabischem Frühling"
Die Menschenrechtslage in Ägypten sei mittlerweile sogar noch schlechter als unter Staatspräsident Husni Mubarak, kritisierte der Orientforscher Stephan Roll von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin im Deutschlandfunk.
Interview, 29.4.2014
(Deutschlandfunk)

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Ägypten zwischen Mursi und Sisi - Statt Freiheit nur mehr Schall und Wahn?
Die schwache Beteiligung am jüngsten Verfassungsreferendum macht es deutlich: Den Ägyptern ist der demokratische Impetus abhanden gekommen, der den Volksaufstand von 2011 befeuerte. Eine kritische Bestandsaufnahme der ägyptischen Schriftstellerin und Journalistin Mansura Eseddin.
(Qantara, 27.1.2014)

Verfassungsreferendum in Ägypten
Ägyptens Bürger stimmen am 14. und 15. Januar über eine neue Verfassung ab. Sie soll die seit über einem halben Jahr außer Kraft gesetzte Verfassung von 2012 ersetzen. Regierung und Militär gehen unterdessen mit Härte gegen die Muslimbruderschaft vor.
Hintergrund aktuell, 13.1.2014
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Verfassungsreferendum in Ägypten: internationale Beobachtung nützt dem Regime
Im Januar wird in Ägypten über die neue Verfassung abgestimmt. Externe Akteure wie die EU sollten nicht das Referendum beobachten, sondern auf politische Inklusion drängen, meinen Lars Brozus und Stephan Roll.
Kurz gesagt, 20.12.2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Neuer Verfassungsentwurf für Ägypten - 247 Artikel für Ägyptens Zukunft
Fauler Kompromiss oder Durchbruch für die Demokratie? Experten streiten sich über einen neuen Verfassungsentwurf für Ägypten, der jetzt vorgelegt wurde. Bald soll das Volk über das Grundgesetz abstimmen. Von Markus Symank aus Kairo.
(Qantara, 02.12.2013)

Politische Perspektiven für Ägypten - Kein Masterplan in Sicht
Das Fehlen einer politischen Kultur des Kompromisses ist die größte Herausforderung Ägyptens bei der Bewältigung seiner Zukunft, meint Ronald Meinardus in seinem Kommentar.
(Qantara, 02.12.2013)

Muslimbrüder in Ägypten - Begrenzte Optionen
Die älteste Islamistenorganisation der Welt ist mit ihrer Strategie der Konfrontation mit dem regierenden Militär offensichtlich gescheitert. Ein politischer Neuanfang ist schwierig. Aus Kairo informiert Karim El-Gawhary.
(Qantara, 11.11.2013)

Proteste in Ägypten - Verhärtete Fronten
Nach den blutigen Zusammenstößen zwischen Anhängern des entmachteten ägyptischen Präsidenten Mursi und den Sicherheitskräften spitzt sich die Lage erneut zu. Die Muslimbruderschaft spricht von einem weiteren "Massaker", die Regierung von einer "Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus". Einzelheiten von Markus Symank aus Kairo.
(Qantara, 8.10.2013)

Bilanz der Übergangsregierung in Ägypten - Rückschritt für die Menschenrechte
Nach dem Sturz Mohammed Mursis hatte die ägyptische Übergangsregierung einen schnellen Weg zu freien Neuwahlen versprochen. In der Zwischenzeit schließt sie die Muslimbruderschaft vom politischen Prozess aus und schränkt die Bürgerrechte unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung systematisch ein. Von Claudia Mende
(Qantara, 23.9.2013)

''Das Mubarak-Regime ist noch intakt''
Alaa al-Aswani erklärt, weshalb Ägypten aus der Erfahrung mit der Muslimbruderschaft gelernt hat. Der politische Islam habe nun als Ideologie ausgedient. Doch jetzt drohe die Gefahr, dass das alte Regime erneut die Macht übernimmt. Jannis Hagmann hat sich mit dem Schriftsteller unterhalten
(Qantara, 22.7.2013)

Putsch mit Plan
Ägyptens Militär sichert mit der Machtübernahme eigene Interessen ab. Langfristig wird das keinen Frieden bringen. Von Stephan Roll, Mitarbeit: Max Gallien, in Süddeutsche Zeitung, 15.7.2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Ägypten: Perspektiven nach dem Putsch - Zwei Seiten einer Medaille
Der bekannte libanesische Publizist Hazem Saghieh glaubt, dass durch den Militärputsch die politischen Gräben weiter vertieft wurden und die Muslimbrüder sich zu Gralshütern der demokratischen Rechtmäßigkeit stilisieren konnten.
(Qantara, 15.7.2013)

Ägyptens Revolution am Scheideweg - Ein Kampf ohne Sieger?
Seit dem Beginn der Demonstrationen gegen den inzwischen abgesetzten Präsidenten Mursi überstürzen sich die Ereignisse in Ägypten. Das Land könnte in einen der gefährlichsten Abschnitte seiner jüngeren Geschichte eingetreten sein. Von Mansura Eseddin
(Qantara, 10.7.2013)

Nach dem Militärputsch in Ägypten - Machtvakuum am Nil
Nach der Absetzung des ägyptischen Präsidenten hält das Tauziehen um die Macht im Staat an. Weder konnte man sich bislang auf einen Kandidaten für das Amt des Übergangsregierungschefs einigen, noch die eskalierende Gewalt eindämmen. Einzelheiten von Karim El-Gawhary aus Kairo.
(Qantara, 8.7.2013)

Militärputsch in Ägypten - Keine zweite Revolution
Die Absetzung Mohammed Mursis verschärft die Polarisierung in Ägypten. Damit das Land nicht bald unregierbar wird, müssen alle politischen Kräfte in den Übergangsprozess eingebunden werden, meint Loay Mudhoon in seinem Kommentar.
(Qantara, 8.7.2013)

Präsidentschaftswahl 2014 - Abdelfattah al-Sisi ist neuer Präsident

EU-Wahlbeobachtung in Ägypten - Europas Eiertanz am Nil
Die EU will beides: moralisch als Wiege der Demokratie die Oberhand behalten und gleichzeitig die Realität anerkennen, dass man es in Ägypten auf absehbare Zeit mit einem autoritären Präsidenten zu tun haben wird. Doch wie lässt sich das miteinander vereinbaren? Karim El-Gawhary kommentiert.
(Qantara, 4.6.2014)

Präsidentschaftswahlen am Nil - Ägypten hat keine Wahl
Es gilt als sicher, dass Ägyptens Militärmachthaber al-Sisi die ersten Präsidentenwahlen seit dem Militärputsch vom Juli 2013 gewinnen wird. Dennoch liegt die Demokratie am Nil in weiter Ferne, meint Loay Mudhoon.
(Qantara, 27.5.2014)

Präsidentschaftswahlen in Ägypten - Die Rückkehr des alten repressiven Staates
Es gilt als sicher, dass Ägyptens Militärmachthaber Abdelfattah al-Sisi als Sieger aus den Wahlen am 26. und 27. Mai hervorgehen wird. Doch angesichts der gesellschaftlichen Spaltung und der gewaltigen Probleme des Landes bleibt es fraglich, ob er seine Machtposition langfristig aufrecht erhalten kann. Ein Essay von Atef Botros.
(Qantara, 22.5.2014)

Präsidentschaftswahl in Ägypten 2014
(Wikipedia)

Ägypten unter Präsident Mohammed Mursi

Nach dem Sturz Mursis in Ägypten - Der kaltgestellte Präsident
Viele Ägypter sind nach der Machtübernahme durch die Armee in Jubel ausgebrochen. Militär und Polizei haben unterdessen eine Verhaftungswelle hochrangiger Muslimbrüder begonnen. Ein Stimmungsbericht von Matthias Sailer aus Kairo
(Qantara, 4.7.2013)

Ägypten: "Diese Massenbewegung ist gewaltig"
Hunderttausende haben in Ägypten gegen die Regierung von Präsident Mohammed Mursi demonstriert. Mursi arbeite "nicht im Interesse des ägyptischen Volkes", sagt der Politologe Hamed Abdel-Samad - und erklärt, weshalb er den Präsidenten für eine "Marionette" hält.
(Deutschlandradio)

Proteste in Ägypten - Die Unversöhnlichen
Ägypten steuert auf eine neue Machtprobe zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Mursi zu, seitdem die "Tamarod"-Rebellen am vergangenen Sonntag zu landesweiten Protesten aufgerufen haben. Eindrücke von Karim El-Gawhary aus Kairo.
(Qantara, 1.7.2013)

Rebellionsbewegung ''Tamarod'' in Ägypten - Unterschriftenaktion für eine zweite Revolution
Ägyptische Aktivisten haben nach eigenen Angaben 15 Millionen Unterschriften gegen Präsident Mursi gesammelt. Nun wollen sie den Machtwechsel forcieren. Unterwegs mit den Gründern der "Rebellen"-Kampagne. Eine Reportage von Markus Symank.
(Qantara, 24.6.2013)

Selbstblockade am Nil: Kein Beitrag zur Demokratisierung
Die wachsende Polarisierung zwischen Präsident Mohammed Mursi und der säkularen Opposition stellt das Land vor eine gefährliche Zerreißprobe - mit unabsehbaren Folgen für die Wirtschaft und die politische Zukunft Ägyptens. Ein Kommentar von Volker Perthes.
(Qantara, 18.3.2013)

Ägypten am Rande der Unregierbarkeit
Der gegenwärtige Machtkampf am Nil wird im Westen oft als Konfrontation zweier Lager verstanden: Die eine Seite ist entschlossen, eine Diktatur zu errichten, während die andere für Freiheit und Demokratie kämpft. In Wirklichkeit aber drängen alle politischen Parteien das Land an den Rand der Unregierbarkeit, meint Nagwan El Ashwal.
Kurz gesagt, 28.02.2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Planlos in die Zukunft - Proteste zum 2. Jahrestag der Revolution in Ägypten
Es herrscht politische Ratlosigkeit in Ägypten. Sowohl Präsident Muhammed Mursi und seine Muslimbrüder, als auch die liberale Opposition haben derzeit kein Konzept, wie sie das Land am Nil aus der Krise führen können. Eine Analyse von Karim El-Gawhary
(Qantara, 28.01.2013)

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Das frustrierte Volk - Verarmung der ägyptischen Mittelschicht
Die Mittelschicht bildet den Kern der pro-demokratischen Bewegung in Ägypten. Doch der wirtschaftliche Niedergang und die politisch ungewisse Zukunft des Landes bedrohen ihre Existenz. Aus Kairo berichtet Markus Symank.
(Qantara, 28.01.2013)

Die gstohlene Revolution
Die Jugend Ägyptens hat das Mubarak-Regime aus dem Amt gejagt. Bekommen hat sie einen autoritären, islamistischen Präsidenten. Protokoll einer persönlichen Enttäuschung
(Cicero, 25.01.2013)

"Wir wollen keinen Gottesstaat"
"Der Staat, an den wir glauben, ist ein moderner Staat, in dem die Machtübergabe friedlich verläuft, in dem Demokratie und Freiheiten herrschen." So erläutert der ägyptische Präsident Mohammed Mursi im Gespräch mit Markus Bickel und Rainer Hermann, dass das Land keinen Gottesstaat wolle.
(Qantara, 25.01.2013)

Staatskrise in Ägypten - Eine nationale Einheitsregierung für Ägypten!
Präsident Mursi hat versagt. Die gespaltene Nation braucht jetzt einen echten Dialog - die Mehrheit der Ägypter ist gegen einen Theokratenstaat, meint Ashraf Swelam.
(Qantara, 27.12.2012)

Kampf um Deutungshoheit - Die Rolle der Scharia in der ägyptischen Verfassung
Das umstrittene Verfassungsreferendum stellt nicht nur eine politische Weichenstellung für den ägyptischen Staat dar. Es geht auch darum, welchen Stellenwert die Scharia künftig im Rechtssystem des Landes einnehmen soll. Eine Analyse von Niklas Hünseler.
(Qantara, 18.12.2012)

''Der Geist der Revolution wird mit Füßen getreten''
Mit ungewohnt scharfen Worten kritisiert der linke Oppositionsführer Hamdeen Sabahi im Interview mit Markus Bickel die Wahl zur neuen Verfassung: Ägyptens Präsident Mohammed Mursi solle das Referendum stoppen, weil es der Nation schade.
(Qantara, 17.12.2012)

Pyrrhus-Sieg der Islamisten
Obwohl sich eine knappe Mehrheit für die neue Verfassung in Ägypten abzeichnet, gibt es für die Islamisten wenig zu feiern: Nur 18 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für den Verfassungsentwurf, und die Popularität der Muslimbrüder befindet sich weiter im Sinkflug, meint Karim El-Gawhary in seinem Kommentar.
(Qantara, 17.12.2012)

Widerstand aus der ''Wiege der Revolution''
Nicht nur in Kairo wurde mehrheitlich gegen den Verfassungsentwurf gestimmt, sondern auch in der Industriemetropole Mahalla El-Kubra, der einstigen Hochburg des Widerstandes gegen die Mubarak-Diktatur. Eine Reportage von Markus Symank
(Qantara, 17.12.2012)

Proteste vor dem Präsidentenpalast in Kairo - Taktieren und aussitzen
Trotz der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Gegnern und Anhängern Mohammed Mursis sieht es derzeit nicht danach aus, als würde der Präsident im Streit um seine erweiterten Machtbefugnisse einlenken und der Opposition wirklich entgegenkommen. Die Zeichen stehen weiterhin auf Sturm. Von Karim El-Gawhary.
(Qantara, 06.12.2012)

Eskalierender Machtkampf in Ägypten - Tiefe Gräben
Mit einer Großdemonstration, einem schnellen Verfassungsreferendum und einer Blockade des Verfassungsgerichts werden Ägyptens Islamisten immer offensiver. Ein Kompromiss ist damit unwahrscheinlich geworden. Aus Kairo informiert Matthias Sailer.
(Qantara, 03.12.2012)

Mursi kann nicht gegen sein Volk regieren
Als Mohammed Mursi vor einem halben Jahr die Präsidentschaft antrat, wurde er noch als "Ersatzreifen" verspottet. Jetzt tituliert das Time Magazine ihn als "wichtigsten Mann" im Nahen Osten. Doch trotz seines Machtzuwachses kann Mursi nicht an seinem Volk vorbeiregieren. Von Thomas Demmelhuber.(Qantara, 30.11.2012)

Präsidentschaftswahl 2012 - Mohammed Mursi ist neuer Präsident

Präsidentschaftswahl in Ägypten
Am 23. und 24. Mai soll erstmals seit Jahrzehnten ein ägyptischer Präsident in fairen und freien Wahlen gefunden werden. 13 Kandidaten wollen die Nachfolge des vor mehr als einem Jahr gestürzten Hosni Mubarak antreten.
Hintergrund aktuell, 22.05.2012
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Islamist Mursi neuer Präsident Ägyptens
Der Muslimbruder Mohammed Mursi hat die Präsidentschaftswahl in Ägypten gewonnen. Gegenüber dem Militärrat wird der erste demokratisch gewählte Präsident des Landes seine Macht nicht entfalten können, bedauern einige Kommentatoren. Andere sehen das Militär als wichtiges Gegengewicht zu den religiösen Kräften.
euro|topics - mehrsprachige Presseschau, 25.06.2012
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Ein Präsident ohne Macht - Wahl Mohammed Mursis in Ägypten
Am Ende war die Angst vor der Reaktion auf der Straße zu groß: Ägyptens Militärrat musste ihren Favoriten Ahmed Shafik opfern, um seine umfangreichen ökonomischen und politischen Interessen zu wahren. Doch bleibt die Macht des neuen Präsidenten auf ein Minimum reduziert. Eine Analyse von Matthias Sailer aus Kairo.
(Qantara, 25.06.2012)

Zur Zusammenarbeit verdammt - Ägypten nach der Wahl Mursis zum Präsidenten
Mohamed Mursi tritt sein Amt als erster frei gewählter Präsident Ägyptens unter äußerst schwierigen Bedingungen an. Er muss daher mit allen politischen Kräften kooperieren, meint Loay Mudhoon.
(Qantara, 25.06.2012)

Das Militär übergibt die Macht ... an sich selbst
Kaum jemand in Ägypten hatte wirklich geglaubt, dass der Oberste Militärrat tatsächlich seine Macht nach der Wahl an einen zivilen Präsidenten übergeben würde. Aber das Drehbuch der Militärs übertrifft die schlimmsten Erwartungen.
(Qantara, 18.06.2012)

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Präsidentschaftswahlen in Ägypten: Ein Land in der Zwickmühle
Die Ergebnisse des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen haben dem Traum vom tiefgreifenden Wandel in Ägyptern einen herben Dämpfer verpasst, denn in der zweiten Runde stehen sich die gleichen Kräfte gegenüber wie vor der Revolution des 25. Januar: Muslimbrüder und Vertreter des alten Regimes.
(Qantara, 14.06.2012)

Die Qual nach der Wahl
Muslim vs. Militär: In Ägypten entscheidet trotzdem die Mitte. Von Volker Perthes in: Der Tagesspiegel, 30.05.2012
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Ein Duell, das keiner wollte
Die Präsidentschaftswahlen in Ägypten gehen in die zweite Runde: Am 16. und 17. Juni haben die Ägypter die Qual der Wahl zwischen dem blass wirkenden und wenig charismatischen Islamisten Mohamed Mursi und Ahmed Shafik, einem offenkundigen Vertreter des alten Regimes.
(Qantara, 28.05.2012)

"Die Wahlen sind eine Täuschung"
"Die Präsidentenwahlen sind nicht frei und demokratisch", meint der ägyptische Menschenrechtsaktivist Maikel Nabil Sanad, der erst nach massiven internationalen Protesten gegen seine Inhaftierung im letzten Januar freigelassen wurde.
(Qantara, 24.05.2012)

Ikone der Revolutionsjugend - Ägyptens Präsidentschaftskandidat Hamdeen Sabahi
Noch vor wenigen Monaten galt der linke politische Aktivist Hamdeen Sabahi als Außenseiter im ägyptischen Präsidentschaftswahlkampf. Doch laut jüngsten Umfragen sind seine Chancen gewaltig gestiegen. Joseph Mayton hat den eigenwilligen Politiker in Kairo getroffen.
(Qantara, 22.05.2012)

Alle Macht dem Präsidenten
Wer auch immer als Sieger aus den Wahlen am Nil hervorgeht, kann aufgrund des ägyptischen Präsidialsystems mit weit reichenden Machtbefugnissen im Staat rechnen. Über die politische Situation und die Stimmung vor den Wahlen informiert Kersten Knipp.
(Qantara, 21.05.2012)

Das Militär und die Muslimbrüder
Kommt es zu einer Machtteilung in Ägypten?
SWP-Aktuell, Feb. 2012)
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Parlamentswahl 2011

Parlamentswahl in Ägypten hat begonnen
Hintergrund aktuell, 29.11.2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Gottes Wort in Volkes Ohr
Die Salafisten sind die große Überraschung der ägyptischen Parlamentswahlen: Sie werden als zweitstärkste Kraft im ägyptischen Parlament vertreten sein. Nach außen geben sie sich moderat, doch bei den Wählern punkten sie mit radikalen Sprüchen. Von Karim El-Gawhary aus Kairo.
(Qantara, 17.01.2012)

"Solange das Militär regiert, ist die Revolution nicht vollendet"
Die ägyptische Journalistin und Präsidentschaftskandidatin Bouthaina Kamel erhebt schwere Vorwürfe gegen den ägyptischen Militärrat. Sie vertraut nicht darauf, dass der Oberste Rat der Streitkräfte die Absicht hat, sich zurückzuziehen. Ahmed Obeida sprach mit ihr.
(Qantara, 09.12.2011)

Wählen für ein besseres Ägypten
Die unerwartet hohe Wahlbeteiligung macht deutlich, dass sich die Ägypter ihre Stimme in Zukunft wohl von niemandem mehr nehmen lassen werden. Beobachtungen aus Kairo von Amira El Ahl.
(Qantara, 30.11.2011)

Erste Wahl nach der Revolution - So läuft die Wahl
Beiträge und Reportagen vor und während den Wahlen.
(DRadio Wissen)

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Ägypten - Run auf die Urnen
Internationale Wahlbeobachter wurden nicht zugelassen - wie transparent sind diese Wahlen?
Arte Reportage, 29.11
(Arte.tv)

Ägypten vor den Wahlen
Über die angespannte Lage in Ägypten und die Schicksale der Revolutionäre.
Politik direkt, 25.11.2011
(Deutsche Welle YouTube)

Weder Autokratie noch Theokratie
Im Verlauf der ersten freien Parlamentswahlen seit 30 Jahren blickt die Welt gebannt auf Ägypten. Joseph Mayton untersucht in seinem Essay die Rolle der Religion innerhalb der ägyptischen Gesellschaft und ihren möglichen Einfluss auf das Stimmverhalten der Wähler.
(Qantara, 28.11.2011)

Gewalt gefährdet Demokratie in Ägypten
euro|topics - mehrsprachige Presseschau, 22.11.2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)

In die falsche Richtung
Die Parlamentswahlen in Ägypten gelten als historisch bedeutsam, da sie die ersten freien Wahlen nach 30 Jahren Mubarak-Herrschaft sind. Doch Ärger über das komplizierte Wahlgesetz, ökonomische Unsicherheit sowie neue Unruhen überschatten den geplanten Urnengang und verunsichern viele Ägypter.
(Qantara, 21.11.2011)

Politischer Stillstand am Nil
Wohin steuert Ägypten? Politische Beobachter und Anhänger der Revolution vom 25. Januar kritisieren, dass sich der Militärrat immer mehr der Kontrolle durch das Volk entzieht und alte politische Seilschaften einem wirklichen demokratischen Wandel vorzieht.
(Qantara, 19.09.2011)

Parteienmonitor Ägypten 2011
Überblick über die gegenwärtig aktiven ägyptischen Parteien und ihre mögliche politische Bedeutung.
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Revolution in Ägypten 2011

Die unvollendete Revolution in Ägypten
Wer Ägypten künftig regiert, ist noch völlig unklar. Eine desolate Wirtschaft und ein noch immer übermächtiges Militär begrenzen den Handlungspielraum aber enorm. Ein Bericht von Dr. Stephan Roll, Stipendiat in der Forschungsgruppe Naher / Mittlerer Osten und Afrika der SWP.
(Bundeszentrale für politische Bildung)

"Ägypten ist nicht Tunesien!"
Die politischen Verhältnisse in Ägypten seien nicht mit denen in Tunesien vergleichbar - so das Credo des früheren Mubarak-Regimes. Doch spricht viel für eine gegenseitige Beeinflussung der Demokratisierungsprozesse in beiden Ländern. Hani Darwish fasst hierzu drei sehr verschiedene  Positionen ägyptischer Politiker zusammen.
(Qantara, 9.11.2011)

Schmutziges Spiel - Blutige Unruhen in Ägypten
Was in Kairo als Protest tausender koptischer Christen begann, eskalierte schnell zu einem gewaltsamen Angriff des Militärs gegen friedliche Demonstranten - mit dramatischen Konsequenzen für die Sicherheit und die demokratische Zukunft des Landes.
(Qantara, 11.10.2011)

Impuls für eine "Revolutiion der Vernunft"
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ägypten
(Qantara, 01.09.2011)

Islamische Proteste in Ägypten
Der Übergang zu einer nachhaltigen Demokratie kann nur gelingen, wenn demokratische Regeln Teil des politischen Lebens werden und zeitnah freie und faire Wahlen durchgeführt werden.
(Qantara, 17.08.2011)

Mubaraks letzter Lacher?
Politischer Machtkampf in Ägypten
(Qantara, 09.08.2011)

Ägypten rechnet mit Mubarak ab
Das Verfahren ist nach Ansicht der Presse eine symbolische Abrechnung mit der Ära Mubarak und wegweisend für die demokratische Entwicklung der arabischen Welt.
euro|topics - mehrsprachige Presseschau, 04.08.2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Revolution in Ägypten 2011(Wikipedia)

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"Der Armee mangelt es an einer Zukunftsvision"
Die neuerlichen Proteste in Ägypten rücken die Armee des Landes und ihr gespaltenes Verhältnis zur Revolution vom 25. Januar ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
(Qantara, 04.08.2011)

Wie neu ist Ägyptens "neue" Außenpolitik?
Ägypten steht am Beginn einer neuen Ära. Aber die von Experten vorhergesagten radikalen Umbrüche werden sich wohl als kleine Erschütterungen erweisen. Die saudischen Interessen werden die ägyptische Außenpolitik auch weiterhin maßgeblich beeinflussen, meint Barak Barfi.
(Qantara, 24.06.2011)

Für Säkularität und Zivilgesellschaft
Um nicht den Islamisten das Feld zu überlassen, setzen sich zahlreiche ägyptische Aktivisten und Intellektuelle für die Errichtung eines zivilen, säkularen Staates ein. Unter ihnen ist auch die Schriftstellerin May Telmissany.
(Qantara, 24.06.2011)

Abkehr vom politischen Stillstand
In ihrem Essay beleuchtet die renommierte Meinungsforscherin und Obama-Beraterin Dalia Mogahed den Volksaufstand in Ägypten und die Chancen für einen nachhaltigen demokratischen Aufbruch im Land am Nil.
(Qantara, 17.03.2011)

Angst vor der schleichenden Konterrevolution
Die ägyptische Gesellschaft nach dem Sturz Mubaraks
(Qantara, 03.03.2011)

Mubaraksystem ohne Mubarak?
Dr. Thomas Demmelhuber, Institut für Politische Wissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg, über den politischen Umbruch in Ägypten.
(Qantara, 03.03.2011)

Genealogie des ägyptischen Frühlings
Die Ägypter galten lange als friedfertiges, duldsames Volk. Doch die jüngsten Proteste kommen nicht aus einem luftleeren Raum: Bereits 2004 bildete sich die Protestbewegung "Kifaya!".
(Qantara, 11.02.2011)

 

Passend dazu

 
 
 
 
 
 

Arabischer Frühling

 

Der Arabische Frühling ist eine historische Zäsur in der Region Nordafrika und Naher Osten - mit weit reichenden Folgen in politischer, wirtschaftlicher und geostrategischer Hinsicht. Das Dossier Arabischer Frühling der bpb bietet Länderanalysen, Einschätzungen über Ursachen und Folgen und vieles mehr.

 
 
 
 
 

Konfliktporträt Ägypten

 

Ägypten
Fünf Jahre nach dem "Arabischen Frühling" sind in Ägypten die alten Verhältnisse wiederhergestellt: Das Militärregime unterdrückt jegliche Opposition. Extremisten verüben Attentate. Die Spirale der Gewalt dreht sich unaufhaltsam und bindet Kräfte, die eigentlich zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme gebraucht werden.

 
 
 
 
 

Dossiers

 
 
 
 
 
 

Präsident Mursi abgesetzt

 

Das ägyptische Militär hat Präsident Mursi seines Amtes enthoben und eine Übergangsregierung eingesetzt. Die umstrittene Verfassung wird vorübergehend außer Kraft gesetzt. Mehr dazu im Hintergrund aktuell 4.7.2013 der bpb.

 
 
 
 
 

Umsturz in Ägypten 2013

 
 
 
 
 
 

Christen und Muslime in Ägypten

 

Christen in Ägypten - Erst verfolgt, dann vergessen
In Ägypten nimmt die Gewalt gegen Christen zu. Vor einem Monat brannten Islamisten Dutzende von Kirchen ab. Doch der Staat tut wenig, um die Christen zu schützen.
(Qantara)
Die dunkle Seite von Religion. Das Religiöse und die Gewalt

Tagungsvortrag
(Evang. Akademie Baden)
Zusammenleben in Ägypten

Unterrichtsmaterialien: Vielfalt muslimischer und christlicher Glaubensrichtungen
(Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung)
Verhältnis von Christen und Muslimen im neuen Ägypten

Bürgergesellschaft statt Konfessionalismus
(Qantara)
Konflikte zwischen Christen und Muslimen in Ägypten

Arm in Arm durch die entfesselte Gewalt
(Qantara)
Muslime und Kopten in Ägypten

Tanz auf dem Vulkan
(Qantara)
Macht endlich Frieden!
Ein Appell an religiöse und politische Führer von Helmut Schmidt
(Zeit)
Weltethos und Weltfriede

Das Projekt Weltethos von Prof. Dr. Hans Küng
(Friedrich-Ebert-Stiftung)
In Gottes Namen?

ZUr kulturellen und politischen Debatte um Religion und Gewalt
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

 
 
 
 
 

Arabische Zeitenwende

 

Die APuZ-Ausgabe Arabische Zeitenwende der Bundeszentrale für politische Bildung thematisisert die Umbrüche in den arabischen Staaten seit Anfang des Jahres 2011. Zeitpunkt und Auslöser der Revolutionen und Aufstände waren nicht vorhersehbar. Doch bei aller Euphorie erfordern Umbruchzeiten auch politischen Realismus.

 
 
 
 
 

Autoritäre Regime

 

Die Beiträge im Heft Autoritäre Regime der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg geben einen Überblick über das Phänomen autoritärer Systeme und befassen sich mit der Lage in den einzelnen Ländern.

 
 
 
 
 

Afrika - Länder und Regionen

 

Das Heft Afrika - Länder und Regionen gliedert Afrika in fünf Großräume, u.a. Nordafrika: Scharnier zwischen Afrika und Europa.

Das Heft Afrika - Schwerpunktthemen unterzieht den gesamten Kontinent einer Reihe von zentralen Fragestellungen, u.a. Welche Herausforderungen und Chancen stellen sich der afrikanischen Politik? Zwischen Demokratie und Autoritarismus.