Europäische Integration in der Krise - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 52/2015)
Die Eurokrise und die Flüchtlingskrise prägten das politische Jahr 2015 in Europa. In beiden zeigen sich die Mitgliedsstaaten der Eurozone beziehungsweise der EU uneinig. In Bezug auf die Eurokrise stellt sich vor allem die Frage über die nächsten Reformschritte: Soll es eine „Wirtschaftsregierung“ in der Eurozone geben, die befugt ist, über sozial-, fiskal- und wirtschaftspolitische Maßnahmen die ökonomischen Ungleichgewichte auszubalancieren? Oder soll der Schwerpunkt auf der Einhaltung bestehender fiskalpolitischer Regeln und auf Haushaltskontrolle liegen, um die „Stabilitätsunion“ zu stärken? Schien schon mit den Auseinandersetzungen über die Hilfen für Griechenland ein Tiefpunkt erreicht, so hat sich die Krise der EU durch das Scheitern des gemeinsamen Asylsystems an der Realität der Flüchtlingsbewegungen dramatisch verschärft. Die Terroranschläge von Paris markieren schließlich den tragischen Abschluss des europäischen Krisenjahrs 2015.
Inhalt:
Editorial
Europa: Eine Liebesgeschichte
Ein Rückblick auf die EU-"Flüchtlingskrise" 2015
Deutschland in Europa. Drei Perspektiven
Mehr Europa – oder weniger? Die Eurokrise und die europäische Integration
Der Euro und die Schuldenkrise kontrovers
Retrospektive und Krisennarrative der europäischen Integration
Multiple Europas und die interne Politik der Differenz
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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