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Wenn die Staatsbürger in Uniform töten müssen: Bleibt das zivile Leitbild auf der Strecke?

Das Spannungsverhältnis von Demokratie und Militärdienst offenbart sich gerade im Kampfeinsatz. Die eigentliche soldatische Profession, zu kämpfen und zur Not auch Menschen zu töten, steht in krassem Widerspruch zum Anspruch von Artikel 1 des Grundgesetzes. Es ist davon auszugehen, dass die Bundeswehrsoldaten gerade in Auslandseinsätzen, in denen sie nicht nur kämpfen, sondern auch helfen, stabilisieren und für Sicherheit sorgen sollen, in Gewissensentscheidungen zwischen militärischem Auftrag und dem Eintreten für Menschenwürde und Menschenrechte geraten können – mehr als die Soldaten anderer Armeen mit einem anderen Selbstverständnis und anderen Leitbildern.

Inhalt:

Bundeswehr, Bundeswehrreform, Verteidigungspolitik, Auslandseinsätze der Bundeswehr


Anbieter: Friedrich Ebert Stiftung

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Verteidigungspolitik

 

Vor 60 Jahren standen erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten unter Waffen. Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes wurde die Bundeswehr auch zu einem außenpolitischen Instrument. Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr, ihrem Wandel von der Wehrpflicht- zur Freiwilligenarmee und den Erfahrungen der Auslandseinsätze haben die Streitkräfte mit neuen inneren und äußeren Herausforderungen zu kämpfen. Beiträge dazu im Dossier Deutsche Verteidigungspolitik der bpb.

 
 
 
 
 

Auslandseinsätze

 

Wo ist die Bundeswehr überall im Einsatz? Wie lange schon und was kostet das eigentlich? Die interaktive Weltkarte der bpb bietet einen Überblick über die laufenden Auslandseinsätze der Bundeswehr.

 
 
 
 
 

Auslandseinsätze der Bundeswehr

 

Aus der "starken Truppe", wie sich die Bundeswehr bezeichnet, ist längst eine strapazierte Truppe geworden. Aus der Armee ist längst eine Armee im Einsatz geworden - im weltweiten Einsatz. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr stellen die Armee vor neue Herausforderungen. Beiträge dazu in der Themenausgabe der Wochenzeitung Das Parlament 34/35 2010.

 
 
 
 
 

Wehrpflicht und Zivildienst

 

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 wurde die Bundeswehr zur Freiwilligenarmee. Das Ende des Wehrdienstes zog auch das Ende des Zivildienstes nach sich. Die APuZ-Ausgabe Wehrpflicht und Zivildienst 48/2011 der bpb beschäftigt sich mit dieser Thematik.

 
 
 
 
 

Die strategische Neuausrichtung der Bundeswehr

 

Zehn Thesen zu den verteidigungspolitischen Richtlinien. Mit dieser Analyse soll versucht werden, die grundlegenden Weichenstellungen und zukünftige Herausforderungen der Neuausrichtung der Bundeswehr zu skizzieren und zur Diskussion zu stellen.
Analysen & Argumente, Konrad-Adenauer-Stiftung, Juni 2011.

 
 
 
 
 

Wenn die Staatsbürger in Uniform töten müssen

 

In ihrem Beitrag Wenn die Staatsbürger in Uniform töten müssen fragt Gerda Axer-Dämmer, ob das zivile Leitbild der Bundeswehr auf der Strecke bleibt. Der Soldat müsse sich nun - mehr als zu Zeiten des Ost-West-Konflikts - mit der konkreten Möglichkeit des Tötens und getötet Werdens und seiner eigentlichen soldatischen Bestimmung auseinandersetzen.
Internationale Politik und Gesellschaft, Friedrich Ebert Stiftung, 1/2011.