Ursachen fremdenfeindlicher Einstellungen in Westeuropa - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 26/2003)
Studien über Fremdenfeindlichkeit können grundsätzlich aus zwei Perspektiven erfolgen. Zum einen wird Fremdenfeindlichkeit als eine Dimension sozialen Handelns analysiert, zum anderen als eine strukturelle Gegebenheit. Im ersten Fall wird sie als eine abwertende Haltung gegenüber ethnischen Gruppen bzw. Angehörigen anderer Nationalität, Rasse und Kultur verstanden; im zweiten Fall bezieht sie sich auf die objektive Benachteiligung von Angehörigen anderer Rasse, Nationalität und Kultur. Danach wird Fremdenfeindlichkeit nicht als eine individuelle Eigenschaft konzeptionalisiert, sondern als eine strukturelle Gegebenheit, die negativ auf die Lebenschancen der Angehörigen anderer Rasse, Nationalität und Kultur wirkt. Die folgende Analyse beschäftigt sich mit Fremdenfeindlichkeit aus der Perspektive menschlichen Handelns. Gegenstand sind negative Einstellungen der Bürger in den Mitgliedsländern der Europäischen Union gegenüber Menschen anderer Rasse, Nationalität und Kultur.
Inhalt:
I. Einleitung
II. Fremdenfeindlichkeit in Westeuropa
III. Einflüsse sozialer Bedingungen
IV. Einflüsse von Formen relativer Deprivation
V. Einflüsse von Kontakten
VI. Einflüsse von Elementen des Überzeugungssystems
VII. Fazit
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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