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*** Adventskalender - 24. Dezember ***

Mit unserem Adventskalender wollen wir aus verschiedenen Blickwinkeln einen Blick auf die Weihnachtszeit werfen. Und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Wer uns die richtige Antwort auf unsere Tages-Frage schickt, nimmt an der Verlosung teil.

 

Wie lautet die Frage des Tages?

Vor fünf Jahren gründete sich in der Nähe von Bethlehem eine gemeinsame Bewegung von Juden und Muslimen, damals waren es zehn auf jeder Seite. Die Bewegung setzt sich für eine Zweistaatenlösung innerhalb einer Konföderation ein. Vorbild ist die Europäische Union. Und die Unterstützer werden immer mehr, wie viele sind es mittlerweile?

Wer sich auf unserer Seite zum Thema Nahostkonflikt umschaut, wird auf die richtige Antwort stoßen. 


Am 24. Dezember werfen wir einen Blick auf Weihnachten in Bethlehem heute. Jahr für Jahr pilgern tausende Christen aus aller Welt nach Bethlehem, an jenen Ort, an dem Jesus nach christlicher Überlieferung zur Welt kam, um einmal Weihnachten im Heiligen Land zu erleben. Die Geburtskirche aus dem 6. Jahrhundert wurde über der Grotte errichtet, in der Maria Jesus zur Welt brachte. Gleich unmittelbar neben der Geburtskirche wurde die Katharinenkirche gebaut, in welcher der Patriarch von Jerusalem jedes Jahr an Weihnachten die Mitternachtsmesse liest. In diesem Jahr haben sich jedoch weniger Christen versammelt, die jüngsten Ausschreitungen im Westjordanland haben einige abgeschreckt.

Heute sind nur noch knapp 27 Prozent der annähernd 30.000 Einwohner von Bethlehem Christen. Zusammen mit Christen aus anderen Ländern feiern sie ein gemeinsames Weihnachtsfest. Zum Auftakt ziehen traditionell Pfadfindergruppen mit Dudelsäcken und Trommeln zur Geburtskirche. Der eigentliche Weihnachts-Gottesdienst wird dann sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, Arabisch und in vielen anderen Sprachen gehalten. Und Weihnachtslieder wie das allseits bekannte „Stille Nacht“ werden – je nach geographischer Herkunft – vielstimmig intoniert.

Im folgenden zitieren wir aus einem Artikel des Deutschlandfunks, hier zum vollständigen Beitrag

 

Viel Lärm für den Frieden

Ein lautes Weihnachtsfest soll es werden, das für ein paar Stunden den Nahostkonflikt übertönen soll, erzählt eine junge Palästinenserin aus Ramallah, deren Spielmannszug zum Auftakt der Festtage traditionell in Bethlehem auftritt.

Taleen trifft den Ton nicht. Die junge Palästinenserin musiziert in einem Spielmannszug der Pfadfinder in Ramallah, im Westjordanland. Ihr Instrument ist ein Dudelsack. Taleen übt noch spät abends mit Freunden für ihren Auftritt in Bethlehem - für Weihnachten. Es wird laut:

"Wir in den arabischen Ländern freuen uns, wir tanzen, wir haben Spaß an Menschenmengen, an lebendigen Geräuschen. Viele Menschen, viel Lärm. Das ist für uns Weihnachten. Wir werden nicht still und ruhig."

Taleen und hunderte palästinensische Musiker begleiten traditionell den Einzug des lateinischen Patriarchen nach Bethlehem, der Auftakt für das Weihnachtsfest. Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche ist bereits seit Tagen eine große Bühne aufgebaut. Ein meterhoher, kegelförmiger Weihnachtsbaum mit roten Kugeln steht daneben. Das Gebäude gegenüber ist mit einem breiten Leuchtband geschmückt.

Mehr Weihnachten gab es nie in Bethlehem. Trotzdem seien die politischen Probleme die gleichen geblieben, sagt Bürgermeisterin Vera Baboun:

"82 Prozent des Landkreises sind Gebiet C - also unter vollständiger, israelischer Kontrolle. Dort stehen 22 israelische Siedlungen und im Norden ist die Stadt begrenzt mit einer Mauer mit einem Tor. Und diese Mauer ist so sichtbar, denn sie steht mitten in der Stadt. Du siehst sie jeden Morgen gegenüber von deinem Haus."

Konflikt, Gewalt und Frust

"Kann mir jemand sagen, wie Israel Frieden und Sicherheit erreichen will mit der Unterdrückung und Diskriminierung seiner Nachbarn? Soll das für den Rest der Welt die Bedeutung des Heiligen Landes und aller Religionen sein. Ich kann das nicht begreifen."

Zu sehen bekommen die ausländischen Besucher zu Weihnachten vom Konflikt, von der Gewalt und dem Frust nur wenig. In den vergangenen Wochen waren es vor allem junge Palästinenser, die der Auseinandersetzung nicht mehr ausgewichen sind.

Abu Mohammed erzählt, sein Sohn sitze bereits seit acht Monaten im israelischen Gefängnis - so wie die halbe Schulklasse. Der Junge ist 17 Jahre alt. Die Schüler sollen versucht haben, den Wachturm der israelischen Armee in Bethlehem anzuzünden, so lautet der Vorwurf.

Zeichen für Frieden und Hoffnung

Abu Mohammed will seinen Sohn beschützen. Er kann es schon lange nicht mehr. Das ist der Alltag. Und gleichzeitig will die christliche Minderheit in Bethlehem, dass an Weihnachten ein Zeichen für Frieden und Hoffnung von Bethlehem ausgeht.

Deshalb muss ein lautes Fest sein. Ein Fest, dass für ein paar Stunden alles andere überstrahlt und auch übertönt. Taleen aus Ramallah ist jedenfalls voller Vorfreude, wenn sie an den Einzug Ihres Spielmannszuges denkt.

Frohe Weihnachten!

 

Wie kann man teilnehmen?

An jedem Tag stellen wir eine Frage zu einem bestimmten Thema. Wer die richtige Antwort weiß, schickt diese  bitte  über eine facebook-Nachricht oder per E-Mail an info@remove-this.politische-bildung.de. Wer möchte, kann auch an mehreren Tagen mitraten bzw. die vergangenen Tages-Fragen im Nachhinein lösen und somit mehrfach an der Verlosung teilnehmen, um seine Gewinnchancen zu erhöhen.

Teilnahmeschluss ist der 24. Dezember 2017. 

 

Was gibt es zu gewinnen?

24 x das Wissensspiel "STIMMT´S?"
Ein unterhaltsames Ratespiel um Wissenswertes und Witziges, Wichtiges und Unwichtiges mit Fragen aus Alltag, Geschichte, Geographie, Politik.

24 x 10 Postkarten aus unserer Serie "Politikverdrossenheit!?"

Die Auslosung der Gewinner erfolgt in der Woche nach Aktions-Ende. Die Gewinner werden jeweils aus den richtigen Antworten der einzelnen Tages-Fragen ermittelt. Die Gewinner werden dann Anfang Januar per E-Mail bzw. Facebook von uns benachrichtigt.

 

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