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*** Adventskalender - 20. Dezember ***

Mit unserem Adventskalender wollen wir aus verschiedenen Blickwinkeln einen Blick auf die Weihnachtszeit werfen. Und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Wer uns die richtige Antwort auf unsere Tages-Frage schickt, nimmt an der Verlosung teil.

 

Wie lautet die Frage des Tages?

Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig erinnert mit dem Projekt STOLPERSTEINE an die Opfer der NS-Zeit. Vor ihrem letzten Wohnort verlegt er Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir. Inzwischen liegen eine Vielzahl an STOLPERSTEINEN in über 500 Orten Deutschlands sowie in mehreren Ländern Europas. Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINS übernehmen.

Wie viele Stolpersteine wurden bis heute europaweit insgesamt verlegt?

Wer sich auf unserer Seite zum Thema "Holocaust" umschaut, wird auf die richtige Antwort stoßen.

 

Am 20. Dezember werfen wir einen Blick zurück auf die Zeit des Holocaust. Wie erlebten die Menschen im KZ damals den Heiligen Abend?  Im folgenden zitieren wir aus dem Tagebuch des KZ-Häftlings Edgar Kupfer-Koberwitz, zum vollständigen Tagebucheintrag.

 

Weihnachten 1942 im KZ Dachau

"Wir marschierten schon früh am Nachmittag ein. In unseren Reihen waren viele elende und wankende Gestalten. Es war zu schön, wir konnten es gar nicht glauben, daß wir nun drei volle Tage auf dem Block bleiben durften, ohne etwas zu tun, ohne Max Schnell [den Capo der Strafkompanie].
Wir sahen den großen, brennenden Christbaum auf dem Appellplatz. Viele freuten sich darüber, einen Weihnachtsbaum zu sehen, andere schimpften, weil sie nicht an vergangene Zeiten erinnert sein wollten. Sie ärgerten sich über die Komödie, die man da mit uns und dem Baum aufführte. Aber alle freuten wir uns auf das Weihnachtsessen. Die phantastischsten Gerüchte gingen um, was für herrliche, gute Speisen wir erhalten sollten.
Schon am frühen Nachmittag wurde es dunkel. Auf dem Block begann ein großes Schuheputzen und Kleiderreinigen. Es kam einem fast vor, als würde wirklich zu einem Fest gerüstet.

Der alte Mann aus Mauthausen saß gedrückt hinter dem Ofen. Ich redete ein wenig mit ihm. Mir schien, er hätte am liebsten geweint. "Jetzt zünden sie zu Hause den Christbaum an", sagte er, "und denken an mich und weinen. Und die Geschenke für mich legen sie unter den Baum und sind traurig, daß sie mir gar nichts schicken dürfen, nicht einmal einen Brief. Es wird ein trauriges Fest bei ihnen sein, viel trauriger als für mich hier. Die armen Kinder, die arme Frau." Er sank noch mehr in sich zusammen. Neben uns lachte einer hölzern und sagte: "Es hat keinen Sinn, den Kopf hängen zu lassen. Hoffentlich ist es das letzte Weihnachtsfest im KZ."
Das meinten alle. Aber selbst der Gedanke an ein langes letztes Jahr war kaum zu ertragen.

Dann kam das Abendessen. Es gab Kartoffelsalat und rote Wurst. Das schien im Lager Dachau das traditionelle Weihnachtsessen zu sein. Es schmeckte uns sehr gut, das war einmal wieder etwas anderes. Schade nur, daß es nicht mehr war, man hätte leicht drei Portionen davon vertragen können. Ach, wenn man sich doch wenigstens am Heiligen Abend einmal hätte satt essen können!

Alle saßen herum und kauten, aber die Stimmung wurde dadurch nicht besser. Jeder dachte an vergangene Zeiten und an daheim. Mir ging es ebenso.
Weihnachten . . .

Weihnachten in Dachau. Lieber nicht daran denken, lieber sich den Kartoffelsalat schmecken lassen!

Plötzlich entstand Unruhe. Oskar sprang auf und rief: "Jeder an seinem Platz sitzen bleiben! Es ist Brot gestohlen worden." Oskar ging mit dem Bestohlenen von Spind zu Spind, sah nach, was darin war, prüfte, fragte. Jeder sah plötzlich auf das Stück Brot des anderen. Endlich fiel der Verdacht auf einen jungen Tschechen. Man wußte, er hatte immer Hunger.... weiterlesen

 

Wie kann man teilnehmen?

An jedem Tag stellen wir eine Frage zu einem bestimmten Thema. Wer die richtige Antwort weiß, schickt diese  bitte  über eine facebook-Nachricht oder per E-Mail an info@remove-this.politische-bildung.de. Wer möchte, kann auch an mehreren Tagen mitraten bzw. die vergangenen Tages-Fragen im Nachhinein lösen und somit mehrfach an der Verlosung teilnehmen, um seine Gewinnchancen zu erhöhen.

Teilnahmeschluss ist der 24. Dezember 2017. 

 

Was gibt es zu gewinnen?

24 x das Wissensspiel "STIMMT´S?"
Ein unterhaltsames Ratespiel um Wissenswertes und Witziges, Wichtiges und Unwichtiges mit Fragen aus Alltag, Geschichte, Geographie, Politik.

24 x 10 Postkarten aus unserer Serie "Politikverdrossenheit!?"

Die Auslosung der Gewinner erfolgt in der Woche nach Aktions-Ende. Die Gewinner werden jeweils aus den richtigen Antworten der einzelnen Tages-Fragen ermittelt. Die Gewinner werden dann Anfang Januar per E-Mail bzw. Facebook von uns benachrichtigt.

 

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