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*** Adventskalender - 18. Dezember ***

Mit unserem Adventskalender wollen wir aus verschiedenen Blickwinkeln einen Blick auf die Weihnachtszeit werfen. Und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Wer uns die richtige Antwort auf unsere Tages-Frage schickt, nimmt an der Verlosung teil.

Wie lautet die Frage des Tages?

Der Erste Weltkrieg forderte insgesamt rund 10 Millionen Tote, wie viele deutsche Soldaten fielen diesem Krieg zum Opfer?

Wer sich auf unserer Seite zum Thema "Erster Weltkrieg" umschaut, wird auf die richtige Antwort stoßen.

 

Am 18. Dezember werfen wir einen Blick auf Weihnachten damals an der Front. Und zwar in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Das erste Weihnachten in diesen Kriegsjahren ging als "Weihnachtsfrieden 2014" in die Geschichte ein. Es war das Wunder dieser Heilgen Nacht als zehntausende Soldaten an der Westfront spontan beschlossen, den Krieg einfach für eine Weile einzustellen und ihren Frieden mit dem Feind zu machen. Es wurden Weihnachtsgeschenke ausgetauscht, wenige Bilder gechossen und Weihnachtslieder zusammen gesungen: "Stille Nacht, Heilige Nacht..."

Im folgenden zitieren wir aus einem Beitrag der "Welt" von Sven Felix Kellerhof, zum vollständigen Artikel.

 

Als zwischen den Fronten das gleiche Lied erklang


Still waren die Nächte nicht im nordwestlichen Flandern im Dezember 1914, und heilig schon gar nicht. Auch unmittelbar vor der ersten Kriegsweihnacht des Ersten Weltkrieges wurde an der Westfront scharf geschossen. Zwar nahmen die Artilleriegefechte bei Dunkelheit regelmäßig ab. Aber Soldaten, die ihre Köpfe über die Ränder der Schützengräben erhoben, liefen Gefahr, von gegnerischen Scharfschützen getötet zu werden.

Zwischen den vordersten Linien der britischen Expeditionsstreitmacht und den deutschen Truppen lagen bei Ypern oft weniger als fünfzig Meter. Man konnte sich über den „Niemandsland“ genannten Streifen zurufen. Auf diese Weise waren schon gelegentlich kurze Feuerpausen vereinbart worden, in denen beide Seiten ihre Gefallenen und Verwundeten bargen.

Obwohl der 24. Dezember 1914 ein klarer, eiskalter Tag war, also gute Bedingungen herrschten für einen Artillerieangriff auf den Feind, wurde kaum geschossen. Offenbar hatten die Geschützbesatzungen auf beiden Seiten wenig Lust, ihre Aufgabe zu erfüllen. Und da auch der Gegner nicht schoss, ließ man es einfach bleiben.

Am Abend dann schollen von den Gräben plötzlich ungewohnte Töne hinein ins Niemandsland. Die Deutschen hatten „Stille Nacht, Heilige Nacht“ angestimmt, traditionell das Weihnachtslied, das ausschließlich am Heiligen Abend gesungen wurde.

Ihre Gräben hatten sie geschmückt mit improvisierten Weihnachtsbäumen; einige mutige Männer trauten sich nach stundenlanger informeller Feuerpause auch, Kerzen an den Rand der Stellungen zu stellen. Die britische Soldaten auf der anderen Seiten hörten und sahen es mit Erstaunen, denn in ihren Augen waren die Männer der kaiserlichen Armee nichts als „Hunnen“.

Der einfache Soldat Albert Moren vom 2. Garderegiment beschrieb, was er etwa 20 Kilometer südlich von Ypern in der vordersten Linie erlebte:

„Es war eine schöne Mondnacht, Bodenfrost und alles weiß. Etwa gegen sieben oder acht Uhr abends kam Bewegung auf in den deutschen Gräben, und dann waren da plötzlich diese Lichter – ich wusste nicht, was genau. Und dann sangen sie ,Stille Nacht, Heilige Nacht’. Ich werde es nie vergessen, es war einer der Höhepunkte meines Lebens. Es war wunderbar.“

 

Die Briten antworteten mit der Weihnachtshymne „O Come, All Ye Faithful“. Die Deutschen stimmten mit dem lateinischen Originaltext „Adeste Fideles” oder der deutschen Version „Nun freut euch, ihr Christen“ ein. „Das ist wirklich ungewöhnlich“, notierte der Schütze Graham Williams von der 5. Londoner Grenadier-Brigade: „Zwei Nationen singen dasselbe Weihnachtslied mitten im Krieg.“

Als es hell wurde am nächsten Morgen, näherten sich vorsichtig einzelne Männer den jeweils gegnerischen Linien – und niemand schoss auf sie. Der Zauber der Friedens auf dem Schlachtfeld hielt. Der 25. Dezember 1914 wurde zum Tag der verbreiteten Verbrüderung zwischen deutschen und zumeist britischen Soldaten. Mehr als 100.000 Männer auf beiden Seiten sollen beteiligt gewesen sein.

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Wie kann man teilnehmen?

An jedem Tag stellen wir eine Frage zu einem bestimmten Thema. Wer die richtige Antwort weiß, schickt diese  bitte  über eine facebook-Nachricht oder per E-Mail an info@remove-this.politische-bildung.de. Wer möchte, kann auch an mehreren Tagen mitraten bzw. die vergangenen Tages-Fragen im Nachhinein lösen und somit mehrfach an der Verlosung teilnehmen, um seine Gewinnchancen zu erhöhen.

Teilnahmeschluss ist der 24. Dezember 2017. 

 

Was gibt es zu gewinnen?

24 x das Wissensspiel "STIMMT´S?"
Ein unterhaltsames Ratespiel um Wissenswertes und Witziges, Wichtiges und Unwichtiges mit Fragen aus Alltag, Geschichte, Geographie, Politik.

24 x 10 Postkarten aus unserer Serie "Politikverdrossenheit!?"

Die Auslosung der Gewinner erfolgt in der Woche nach Aktions-Ende. Die Gewinner werden jeweils aus den richtigen Antworten der einzelnen Tages-Fragen ermittelt. Die Gewinner werden dann Anfang Januar per E-Mail bzw. Facebook von uns benachrichtigt.

 

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