Naher Osten - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 49/2000)
Der Friedensprozess im Nahen Osten liegt in Trümmern. Was im September 1993 mit der Unterzeichnung einer "Prinzipienerklärung" zwischen Yitzhak Rabin und Jassir Arafat in Washington so hoffnungsvoll begann, endete in einem neuen Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung. Die Gründe des Scheiterns sind vielfältig. Eines scheint jedoch evident zu sein: Beiden Konfliktparteien ist es in diesen sieben Jahren nicht gelungen, alte Feindbilder ab- und nötiges Vertrauen, das in einer solch heiklen Situation ein tragfähiges Fundament hätte abgeben können, aufzubauen. Der Hass auf beiden Seiten erinnert an längst vergangen geglaubte Zeiten. Es kann keinen Weg zurück geben - nach dem Motto des "Alles-oder-Nichts". Kompromissfähigkeit, insbesondere von Seiten Israels, ist gefordert, da das Land alles das besitzt, was den Palästinensern "heilig" ist. Solange es keine gerechte Lösung in der Jerusalem-, Flüchtlings-, Siedlungs- und Grenzfrage gibt, wird die Region nicht zur Ruhe kommen.
Inhalt:
Editorial
Ilan Pappe
Die israelische Haltung im Friedensprozess
Abdul-Rahman Alawi
Zwischen Oslo und Al-Aksa-Intifada
Eine siebenjährige Kriegspause im Nahen Osten?
Christian Hacke
Die Politik der Clinton-Regierung im Nahen und Mittleren Osten
Nagi Abbas
Ägyptens Rolle im nahöstlichen Friedensprozess
Ferhad Ibrahim
Syrien nach Hafiz al-Asad: Zwischen Kontinuität und Wandel
Kinan Jaeger
Der "Staat Palästina": Herausforderung deutscher Außenpolitik
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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