Umweltpolitik und Nachhaltigkeit - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 12/2001)
Was haben Umweltpolitik und Friedenssicherung miteinander zu tun? Immer häufiger führen Zerstörungen der Umwelt zu gewaltsamen Konflikten und sind die Ursachen für Fluchtbewegungen. Am häufigsten sind davon die Regionen des Südens betroffen. Insbesondere in Afrika kommt es immer wieder zu extremen Gewaltausbrüchen, die - nicht zuletzt aufgrund des Bevölkerungswachstums - auf Umweltveränderungen und dadurch bedingte Ressourcenverknappung zurückzuführen sind. Auch die Zerstörung der Regenwälder in Lateinamerika und Südostasien bedroht die Existenz zahlreicher Ureinwohner. Die globalen Veränderungen der Umwelt stellen sich zunehmend auch als Sicherheitsproblem dar. Dieser Zusammenhang dringt nur allmählich ins Bewusstsein der politischen Eliten. Die Wissenschaft konzentriert sich seit dem Ende des Kalten Krieges verstärkt auf die neuen Bedrohungsszenarien, die aus der Zerstörung der natürlichen Lebensräume herrühren. Es stellt sich die Frage nach dem politischen und ökonomischen Instrumentarium einer effektiven Krisenprävention.
Inhalt:
Editorial
Lothar Brock
Von der ökologischen Sicherheit zum nachhaltigen Frieden?
Alexander Carius / Eileen Petzold-Bradley / Stefanie Pfahl
Umweltpolitik und nachhaltige Friedenspolitik
Tobias Debiel / Martina Fischer
Krisenprävention in einer gewaltträchtigen Welt. Was kann europäische und deutsche Entwicklungspolitik leisten?
Frank Biermann
Umweltflüchtlinge. Ursachen und Lösungsansätze
Hugo C. F. Mansilla
Fortgesetzte Umweltzerstörung in Lateinamerika trotz des Diskurses der nachhaltigen Entwicklung?
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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