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Parallelgesellschaften? - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1-2/2006)

Die Idee der multikulturellen Gesellschaft ist in Verruf geraten. Dazu hat unter anderem die im vergangenen Jahr in den Medien geführte Diskussion um "Parallelgesellschaften" beigetragen. "Zwangsheiraten", "Ehrenmorde" und andere, auch terroristische Gewaltverbrechen, in die Migranten involviert waren, lieferten den Anlass dafür. Es ging und geht dabei vor allem um die größte, die türkisch dominierte muslimische Minderheitengruppe in Deutschland. Mit "Parallelgesellschaften" wird in der öffentlichen Debatte die Vorstellung von ethnisch homogenen Bevölkerungsgruppen verbunden, die sich räumlich, sozial und kulturell von der Mehrheitsgesellschaft abschotten. Der Begriff impliziert zugleich massive Kritik an der Lebensweise von Migrantinnen und Migranten und enthält die Forderung nach kultureller Assimilation. Die Ursache für den freiwilligen oder unfreiwilligen Rückzug aus der Mehrheitsgesellschaft liegt nach Ergebnissen der Migrationsforschung in einer mangelhaften oder verfehlten Integrationspolitik.

Inhalt:

Editorial

 

Abschottung von Muslimen

durch generalisierte Islamkritik?

 

Soziale Netzwerke türkischer Migrantinnen und Migranten

 

Parallelgesellschaft und ethnische Schichtung

 

Die muslimische Frau in der Moderne

 

Türkische Bräute und die Migrationsdebatte

in Deutschland


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismuskritik

 

Diese Broschüre der Landeszentrale für politische Bildung BW bietet grundlegende Beiträge zu den Konzepten zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) und  Rassismuskritik. Die verschiedenen Ansätze, die häufig als theoretische Grundlage für die Bildungsarbeit zur Extremismusprävention oder zur Antidiskriminierungsarbeit dienen, werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung diskutiert.

 
 
 
 
 

Sinti und Roma

 

Sinti und Roma in Europa
In Europa leben knapp zwölf Millionen Sinti und Roma. In Deutschland leben ca. 100.000 Roma. In vielen Ländern ist ihre Lage prekär. Besonders in Südosteuropa leben Roma häufig am Rande der Gesellschaft.
(Bundeszentrale für politsche Bildung)

Sinti und Roma
Rund 70.000 Sinti und Roma sind deutsche Staatsbürger. Mehr als drei Viertel der nationalen Minderheit haben Diskriminierungserfahrungen gemacht.
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 22-23/2011)
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Zentralrat deutscher Sinti und Roma
Der Zentralrat setzt sich ein für die gleichberechtigte Teilhabe der Sinti und Roma in Politik und Gesellschaft und den Schutz und die Förderung als nationale Minderheit.

Gedenkfeier im Bundestag
Jedes Jahr vor Weihnachten gedenkt der Bundesrat der von den Nazis ermordeten Sinti und Roma. Auch eine weitere kaum bekannte Minderheit, die weder den Sinti noch den Roma zuzurechnen ist und doch zum "Fahrenden Volk" zählt, ist eingeladen.
(Deutschlandfunk)

 
 
 
 
 

Sinti und Roma

 

Sinti und Roma kompakt erklärt im Lexikon der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.