Krisenjahr 1956 - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 17-18/2006)
Zum Abschluss des XX. Parteitages der KPdSU im Februar 1956 rechnete Nikita Chruschtschow mit den Verbrechen Josef Stalins ab. Seine "Geheimrede" war ein Schock für die kommunistische Welt. Überall im Ostblock erodierte die uneingeschränkte Macht der stalinistisch geprägten Staatsparteien. Welche Ziele verfolgte Chruschtschow mit der Entstalinisierung "von oben"? Im Mittelpunkt stand die Stärkung der Rolle der Partei und die Sicherung der eigenen Macht. Rasch wurde deutlich, dass die eingeleitete Liberalisierung enge Grenzen haben würde. Polen entging nur knapp einer Militärintervention. Die Revolution in Ungarn wurde von sowjetischen Truppen blutig beendet. Im Schatten der Turbulenzen im Ostblock leisteten sich Frankreich und Großbritannien mit dem Angriff auf Ägypten ein spätes imperialistisches Abenteuer am Suezkanal.
Inhalt:
Editorial
Die bedeutsamste Rede des Kommunismus - Essay
Die Internationale der Einäugigen - Essay
Entstalinisierung und die Krisen im Ostblock
Warschau-Budapest 1956
Reformdebatten in der DDR
Die Suezkrise
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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