Zeitgeschichte - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 28/2001)
Der Umgang mit der Zeitgeschichte ist in Deutschland aus verständlichen Gründen ein Problem - auch wenn die mittlerweile unüberschaubar gewordenen Bibliotheken zeitgeschichtlicher Literatur sowie die große Zahl der Gedenkstätten fast schon wieder auf einen deutschen "Sonderweg" verweisen. Problematisch ist eher, wie die unterschiedlichen Erinnerungen aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen in der Generationenfolge zu einer gemeinsamen Erinnerung - auch im Sinne einer nationalen Identität - werden können. Peter Steinbach plädiert in seinem Essay dafür, sich in den allzu oft ideologischen Geschichtsdebatten um mehr Differenziertheit und Reflexivität zu bemühen. Die Geschichtswissenschaft, insbesondere die Zeitgeschichte, von politischen Vorgaben freizuhalten ist auch das Anliegen Horst Möllers. Diese und weitere Fragestellungen werden in dieser Beilage thematisiert.
Inhalt:
Editorial
Geschichte und Politik - nicht nur ein wissenschaftliches Verhältnis
Erinnerung(en), Geschichte, Identität
Zugänge zur Zeitgeschichte: Primärerfahrung, Erinnerungskultur, Geschichtswissenschaft
Die Ohnmacht der Objektivierung Deutsche Historiker und ihre Umbruchserinnerungen nach 1945 und nach 1989
Die DDR in der deutschen Geschichte
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
Im Themenkatalog unter
Zurück
