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50 Jahre Gleichberechtigung

Im Mai 1957 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts. Am 1. Juli 1958 trat es in Kraft. Laut Artikel 3 des Grundgesetzes sind Männer und Frauen seither gleichberechtigt. Sind sie dies wirklich – auch in der Praxis? Ungeachtet unabweisbarer Fortschritte besteht 50 Jahre nach der Verabschiedung des Art. 3 GG immer noch ein eklatanter Widerspruch zwischen "gefühlter Gleichberechtigung", also dem, was jungen Frauen heute möglich zu sein scheint, und den strukturellen Rahmenbedingungen. Am deutlichsten zeigt sich dieser in der nach wie vor herrschenden Positions- und Entgeltungleichheit auf dem geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarkt: Trotz viel besserer Schulabschlüsse verdienen Frauen in Deutschland immer noch etwa 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die häufigere Unterbrechung ihrer beruflichen Laufbahn ist nur ein Grund dafür und erklärt den Einkommensrückstand nicht hinreichend. Sie verweist allerdings unmittelbar auf die offenbar schwer zu überwindenden Vereinbarkeitsbarrieren im Alltag.

Inhalt:

 

Editorial (Katharina Belwe)   

50 Jahre Gleichberechtigung - eine Springprozession - Essay (Ute Gerhard)  

50 Jahre Frauen in der Politik: späte Erfolge, aber nicht am Ziel (Beate Hoecker)  

50 Jahre Geschlechter-gerechtigkeit und Arbeitsmarkt (Jutta Allmendinger / Kathrin Leuze / Jonna M. Blanck)

"Störfall Kind": Frauen in der Planungsfalle (Elisabeth Beck-Gernsheim)  

Geschlechterpolitik als Gestaltung von Geschlechterkulturen (Peter Döge)     


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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