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Zukunft der Familien - Das Parlament Nr 33/34 2004

Eltern - praktisch sind es immer noch vorrangig die Frauen - übernehmen in einer Phase starker gesellschaftlicher Veränderungen die verantwortungsvolle Aufgabe, ihre Kinder auf dem Weg ins Erwachsenalter engagiert zu begleiten. Dabei streben die jungen, gut ausgebildeten Frauen die Balance zwischen Beruf und Familie an. Diese Balance zu ermöglichen, ist gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, auch damit in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden. Es scheint, dass sich mehr Familienfreundlichkeit bei Arbeitgebern, die auf die Vater- und die Mutterrolle mit Flexibilität und Verständnis reagieren, immer stärker durchsetzt. Wer mit Kindern lebt, muss heute zudem mehr denn je über Erziehung, Bildung und Förderung - insbesondere im Kleinkindalter - nachdenken und sie mitgestalten. Und soll die Familie Zukunft haben, muss sich außerdem die Vaterrolle noch viel stärker ändern. Die geringe Inanspruchnahme der Elternzeit durch Männer ist nur ein Indiz dafür. Zum Komplex Familie 2004 gehört aber auch ein Reflektieren über vielfältige Familienbilder, die längst gesellschaftliche Realität sind. Die traditionelle Kernfamilie mit leiblichen Kindern lebt, aber andere Familienlebensformen stehen daneben.

Inhalt:

 

 

Gundel Köbke

Warum unsere Gesellschaft mehr Kinder braucht

Die Politik hat doch nur indirekten Einfluss auf die Familiengründung

 

Susie Reinhardt

In Zeiten der Bastelbiografie verzichten immer mehr Frauen auf Nachwuchs

Wahlfreiheit mit Nebenwirkungen

 

Eva Wunderer

Warum immer mehr Ehen in Scheidung enden

Mit Toleranz im Gepäck für die wichtigste Entdeckungsreise des Menschen

 

Stephan Lüke

2003 wuchs jedes fünfte Kind in einer Ein-Eltern-Familie auf

Lebensbewältigung mit guten sozialen und formellen Netzwerken

 

nick

Familienform Alleinerziehende

Förderung der Gleichberechtigung

 

igo

Zukunftsforum

Chancengerechtigkeit

 

Berd Eggen

Neue Facette in einer Vielfalt von Familiennormen

Leben unterm Regenbogen

 

Eckhard Stengel

"Enweder kommt die Arbeit zu kurz oder das Kind - und die Partnerschaft sowieso"

Nichts für Perfektionisten: Wie allein erziehende Väter ihren Alltag meistern

 

Ulrike Gropp

"Wie können Frauen heute noch Mütter sein?"

Das unbequeme Glück

 

Karl-Otto Sattler

Auch die Kleinen wollen ernst genommen werden

Die Kinderkommission des Bundestages engagiert sich für die Belange der ganz Jungen

 

 

"Deutschland ist insgesamt zu wenig kinderfreundlich"

Im Gespräch: Kerstin Griese (SPD), Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag

 

Martina Fietz

Keimzelle der Gesellschaft stärken

Vom Lastenausgleich zum Leistungsausgleich

 

Christel Humme MdB

Qualitätsorientierter Ausbau der Tagesbetreuung

Mit welchen parlamentarischen Initiativen müssen Familien gestärkt werden?

 

Maria Eichhorn MdB

Wahlfreiheit und Unterstützung anbieten

 

Ekin Deligötz MdB

Stärkere Fokussierung auf eine bessere Infrastruktur

 

Ina Lenke MdB

Bedingungen verbessern und finanziell entlasten

 

Stephan Küke

Mehr Chancen für die Kleinsten

Aufbruch im Betreuungsentwicklungsland

 

Beatrix Lampe

Immer mehr Städte setzen auf einen Klimawandel

Vom "Störfaktor" Kinder zum Generationen-Miteinander

 

 

"Durch meine Lebensform mache ich auch anderen Mut!"

Im Gespräch: Ursula von der Leyen, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit des Landes Niedersachsen

 

Florian Kain

Paare mit Nachwuchs brauchen mehr als attraktiven Wohnraum

Hamburg steuert einen neuen Kurs in der Familienpolitik

 

Jutta Witte

Eine bessere Infrastruktur hilft den Eltern und der Wirtschaft

In der Kinderbetreuung haben die neuen Bundesländer die Nase vorn

 

Sabina Janssen

Pendeln zwischen Kinderzimmer und Konferenzsaal

Unternehmen: Flexiblere Arbeitszeiten und Familienfreundlichkeit

 

Antje Flade

Mehr Verkehrssicherheit und Spielräume für Kinder

Mobilität mit Hindernissen

 

Margot Käßmann

Vertrauen als "Schutzimpfung" gegen die Versuchungen

Mut zur Erziehung

 

Jürgen Liminski

"Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie"

Stark im Geiste, schwach in der Tat - Familie und Kirchen in Deutschland

 

Britta Mersch

Eltern fordern und fördern

Neue Formen der Mitarbeit an Kindertagesstätten und Grundschulen

 

Nora Miethke

Baby und Beruf sind vereinbar

Arbeitgeber halten Fachkräfte - und sparen noch Kosten

 

Ines Gollnick

Auf dem Weg zu einer neuen Unternehmenskultur

"Allianz für die Familie"

 

Ulrike Gropp

Vom Ende der Gesundheit

Die heranwachsende Generation

 

Tina Heidborn

Familiäre Eigeninitiative steigert den Schulerfolg

Bildungsdefizite behindern die Integration

 

Kurt Hahlweg und Yvonne von Wulfen

Triple P - Ein Programm gibt Eltern und Kindern Hilfe

Vorbeugen ist besser als Therapie

 

 

Armin Himmelrath

Suche nach neuer Balance zwischen privater und öffentlicher Erziehung

Deutsches Verständnis von der Kindheit

 

Sabine Gries

Es ist eine Harmonie auf Biegen und Brechen

In Frauenheftromanen folgen Familiendarstellungen eigenen Gesetzen

 

Barbara Borgloh und Miriam Böckel

Wenn aus Liebe rote Zahlen werden

Studie zu den wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung

 

Sonja Menning

Entwickelt sich Europa zum Kontinent der Kinderlosen?

Strukturwandel der Familie

 

 

"Nur weil der Bauch wächst, schrumpft nicht das Gehirn"

Im Gespräch: Silvana Koch-Mehrin MdEP

 

Margit Miosga

Sinkende Geburtenzahlen zwingen zum Handeln

Familienpolitik in den neuen EU-Mitgliedstaaten


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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Familie und Familienpolitik

 

Wie sich die Familienformen entwickelt und gewandelt haben, welchen Herausforderungen sich die Familien, aber auch die Politik stellen mussten und müssen, wird in dem Heft Familie und Familienpolitik aus der Reihe Informationen zur politischen Bildung erläutert.

 
 
 
 
 

Frauen in Europa

 

Soziale Merkmale wie Bildungsstand und Herkunft oder auch Religion unterscheiden "die" Frauen voneinander. Das Geschlecht bleibt dennoch eine wichtige Kategorie bei der Erforschung sozialer Ungleichheit. Mehr dazu in der APuZ-Ausgabe Frauen in Europa der bpb.

Unterdrückt, sprachlos und verängstigt - so werden türkische Frauen in Deutschland oft gesehen. Die Studie zur Lebenssituation der türkischstämmigen Frauen in Europa am Beispiel Deutschland der Stiftung Zentrum für Türkeistudien zeigt, dass die Reduzierung auf Gewaltopfer unter Kopftuchzwang auf viele nicht zutrifft.

Obgleich kontrovers diskutiert, kommen Geschlechterquoten bei Wahlen heute in nahezu der Hälfte aller Länder der Welt zur Anwendung. Der vorliegende Bericht über die Gechlechterquoten bei Wahlsystemen des Europäsichen Parlaments kartiert deren Verbreitung in Europa und listet die zahlreichen unterschiedlichen Regelungen in der Praxis der Länder auf.

Die Stiftung Frauen in Europa hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung der vielfältigen Lebensweisen von Frauen in einem größer werdenden Europa zu fördern, und zwar unter kulturellen und geschlechterpolitischen Aspekten.