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EU - Balkan - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 32/2008)

Die Europäische Union ist nicht einfach die Summe ihrer 27 Mitgliedstaaten, nicht nur ein Wirtschafts- und Handelsraum, ein gemeinsamer Markt: Europa ist eine Kultur- und Wertegemeinschaft, die sich auf einen langen und beschwerlichen Weg zur politischen Integration begeben hat. Das spektakuläre Scheitern des Verfassungsprojektes und die Ablehnung des Nachfolgevertrages von Lissabon durch die Iren in einem Referendum am 12. Juni 2008 haben gezeigt, wie kompliziert und langwierig das Anliegen ist. Die politische Schwäche der EU hat sich insbesondere in der Balkanpolitik gezeigt. Positiv gewendet heißt das jedoch, dass die Existenz der EU möglicherweise einen europaweiten Krieg verhindert hat, gab es doch immerhin eine gemeinsame EU-Position zu den Konflikten in Jugoslawien, zu dessen Zerfall und zu den postjugoslawischen Kriegen. Durch eine Politik der Einbindung der seit 1991 entstandenen sieben Nachfolgestaaten - Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, das Kosovo und die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien - versucht die EU, die Region zu stabilisieren.

Inhalt:

Inhalt Editorial (Katharina Belwe)

Demokratie in der Europäischen Union: Eine Bestandsaufnahme (Achim Hurrelmann)

Der Zerfall Jugoslawiens und dessen Folgen (Holm Sundhaussen)

Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft 2008 (Sabina Kajnc)

Zwischen äußerer Stabilisierung und innerer Krise: Mazedonien im Sommer 2008 (Björn Opfer-Klinger)

Kosovo: der jüngste Staat in Europa (Marie-Janine Calic)

Geopolitische Motive und Probleme des europäischen Einigungsprozesses (Heinz Brill)


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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