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Die Türkei und die EU - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 33-34/2004)

Die Entscheidung, der Türkei ein Datum für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zu nennen, setzt eine Einstellung voraus, durch die sich die Europäische Union in den letzten Jahren nicht eben ausgezeichnet hat: Optimismus und Selbstbewusstsein. Wovon werden sich die europäischen Politiker leiten lassen: vom Status quo oder der Perspektive dynamischer Wandlungsprozesse in den nächsten Jahren? Im ersteren Falle ist eine negative Entscheidung fast zwangsläufig, und dies in dreifacher Hinsicht: Erstens ist die EU nach innen wie nach außen am Rande ihrer Handlungsfähigkeit angelangt; da erscheint die Türkei als nicht "verdaubar". Zweitens hat sich die Grundstruktur des internationalen Systems trotz der durch den 11. September 2001 ausgelösten Krise nicht grundlegend gewandelt; deshalb besteht keine Notwendigkeit, den Status der Türkei in und für Europa über die Mitgliedschaft in der NATO hinaus zu verändern. Drittens ist die Türkei mit Blick auf die "Kopenhagener Kriterien" noch in vielen Punkten nicht in einer Verfassung, die mit den Anforderungen der EU kompatibel ist.

Inhalt:

Editorial     
Die Türkei und die EU     
Verblendetes Harakiri     
Die Türkei im Prozess der "Europäisierung"     
Islam und Kemalismus in der Türkei     
Das Entstehen eines Macht-Dreiecks     
Die Kopftuchdebatte in der Türkei


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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