Nordirland-Konflikt - Konsequenzen des Brexit
Als Erfolg des Friedensprozesses in Nordirland ist die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung aus dem Alltag verbannt. Die konkurrierenden Lager – Unionisten und die Nationalisten – lenken gemeinsam seit 2007 die Geschicke. Infolge der britischen Brexit-Entscheidung drohen eine Reihe negativer Konsequenzen, die den Friedensprozess gefährden können. Bei dem Referendum votierten in England und Wales 52% der Abstimmenden für den Austritt – in Schottland (62%) und Nordirland (55,8%) eine deutliche Mehrheit für den Verbleib. Damit rücken zwei fundamentale Probleme wieder auf die Tagesordnung, die im Zuge der gedeihlichen Entwicklung der Beziehungen zwischen Großbritannien und Irland, zwischen dem Norden und dem Süden der irischen Insel sowie der Verhältnisse in Nordirland selbst in den letzten zwanzig Jahren an Bedeutung verloren hatten.
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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