Südosteuropa - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 10-11/2003)
"Willkommen im Club" hieß es auf dem Kopenhagener Gipfel der Europäischen Union im Dezember 2002 für zehn neue Beitrittskandidaten. Bulgarien, Rumänien, die fünf Staaten des Westbalkans und die Türkei hofften jedoch vergeblich auf ein Ticket nach Europa. Die EU setzt hier zunächst auf Hilfe zur Selbsthilfe, kämpft Südosteuropa doch mit schwer wiegenden Problemen: ethnische Konflikte, wirtschaftliche Krisen, soziale Unsicherheit. Durch Kooperation, Assoziation und – langfristig – einen Beitritt zur Union können sich Modernisierungschancen ergeben. Doch frühere Erweiterungsrunden haben gezeigt, dass der Erfolg des Integrationskurses von den Anstrengungen der jeweiligen Länder abhängt. In Südosteuropa mangelt es aber an Eigenverantwortung, wie die geringen Fortschritte in der regionalen Kooperation belegen. Diese und weitere Aspekte der Perspektiven für südosteuropäische Staaten in der EU werden in dieser Beilage präsentiert.
Inhalt:
Editorial
Staatsbildung und ethnisch-nationale Gegensätze in Südosteuropa
Eliten in Südosteuropa
Vom Wiederaufbauhelfer zum Modernisierungsagenten
Regionale Kooperation in Südosteuropa
Den Balkan integrieren
Die Türkei und die Europäische Union
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
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