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China

China - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39/2010)

China hat 2009 den langjährigen Exportweltmeister Deutschland auf den zweiten Platz verwiesen und Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft überholt. In diesem Jahr kann es mit einem Wirtschaftswachstum von etwa zehn Prozent rechnen. Eine immer stärkere Professionalisierung in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung trägt dazu bei, die "enormen Potenziale" des riesigen Landes besser zu nutzen. Doch zeigen sich hier auch die Schattenseiten der raschen Modernisierung. Individuelle Freiheiten und der Zugang zu staatlichen Ressourcen sind bislang nur einer exklusiven Gruppe vorbehalten. Der Großteil der Gesellschaft, insbesondere die Landbevölkerung, lebt am Existenzminimum. Viele Stimmen rufen nach einer Neudefinition des Verhältnisses zwischen individuellen Freiheiten und kollektiver Stabilität und Wohlstand – zuletzt deutlich geworden bei den Arbeitskämpfen von Beschäftigten in der Industrie im Sommer 2010.

Inhalt:

 

Editorial (Asiye Öztürk)     

Chinas zivilgesellschaftliche Entwicklung: Von Massen zu Bürgern? (Thomas Heberer)     

Chinas neuer Kapitalismus: Wachstum ohne Ende? (Tobias ten Brink)     

Zwischen kultureller Anpassung und Autonomie: Nationale Minderheiten in China (Anja-Désirée Senz)     

"Chinas Mona Lisa" - Zur Geschichte des Mao-Porträts und seiner globalen Rezeption (Gerhard Paul)     

"Großartiges Reich der Mitte": Zur Aktualität chinesischer Mythen (Marcus Hernig)     

Chinas Aufstieg - eine Herausforderung für den "Westen" (Heinrich Kreft)     

Gemeinsam mehr. Wege für eine chinesisch-europäische Zusammenarbeit in Afrika? (Jin Ling)     


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung




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