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Für soziale Gerechtigkeit aber gegen eine politische Agenda. Die soziale Protestbewegung in Israel steht an einem Scheideweg. FES Perspektive, August 2011

Die Protestbewegung gegen hohe Wohn- und Lebenshaltungskosten entstand spontan, als Initiative junger Leute und in Form einer Facebook-Gruppe. Sie ist überparteilich und versteht sich als unpolitisch. Parteien und Gewerkschaften sind nicht beteiligt. Kern der Bewegung ist die wirtschaftliche Situation der Mittelschicht, die vom Staat stark belastet wird, aber nicht vom wirtschaftlichen Boom des Landes profitiert. Angst vor sozialem Abstieg und einer Zunahme von Armut erklären die zentrale Forderung der Bewegung: soziale Gerechtigkeit! Premier Netanyahu wird die Prioritäten der politischen Agenda seiner rechts-religiösen Regierung – Verteidigung, Siedlungsbau, Unterstützung der ultra-orthodoxen Gemeinschaft – nicht ohne Widerstand ändern. Sein wichtigstes politisches Ziel lautet Machterhalt und Bewahrung des Status Quo. Die Protestbewegung steht an einem Scheideweg. Um erfolgreich zu sein, muss sie ihre sozialen Forderungen mit einer klaren politischen Agenda verbinden und sich eine organisatorische Basis geben. Nur so wird sie ihr Ziel erreichen können: die Neudefinition der Prioritäten nationaler Politik.
Publikationen: FES Perspektive

Anbieter: Friedrich-Ebert-Stiftung




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Asien - Länder
(Fischer Weltalmanach)

Asien
(Wikipedia)

 
 
 
 
 

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Das zum "asiatisch-pazifischen Jahrhundert" erklärte 21. Jahrhundert ist Anlass dafür, einigen Ländern bzw. Ländergruppen dieses Kontinents eine Ausgabe zu widmen. APuZ-Ausgabe Asien der Bundeszentrale für politische Bildung.