Lateinamerika - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 38-39/2003)
Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat das Interesse der Weltöffentlichkeit an Lateinamerika noch weiter schwinden lassen. Dabei ist dieser Teil Amerikas von krassen ökonomischen Gegensätzen und teilweise von großer Armut geprägt. Kritiker behaupten, Südamerika befinde sich auf dem Wege zur "Afrikanisierung". Neben vielen Schattenseiten kann Lateinamerika auch mit einer Erfolgsbilanz aufwarten: Seit 25 Jahren befindet sich die Region in einem permanenten Prozess der Demokratisierung, der trotz schwerer wirtschaftlicher und politischer Krisen von Bestand zu sein scheint. Darüber hinaus ist Lateinamerika von großen regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Lateinamerika zerfällt zusehends in zwei Regionen mit unterschiedlichen Entwicklungsaussichten. Mit der Erosion staatlicher Strukturen, besonders in den Ländern der Andenregion, korrespondiert eine zunehmende Irrelevanz politischer Parteien und die Herrschaft traditioneller Eliten. Einen wirtschaftlichen Lichtblick stellt der MERCOSUR (Mercado Común del Cono Sur) dar.
Inhalt:
Editorial
Lateinamerikas unsichere Zukunft
Demokratie in Lateinamerika
Armut in Lateinamerika assoziales und politisches Problem
Lateinamerika: Der vergessene Hinterhof der USA?
Das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone aus lateinamerikanischer Perspektive
Spielt Europa in Lateinamerika noch eine Rolle?
Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung
Im Themenkatalog unter
Zurück
