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*** Willkommen bei unserem Adventskalender! ***

Hinter jeder Kugel unseres musikalischen Adventskalenders verbirgt sich ein anderer politischer Song. Von jedem Song werden zunächst nur ein paar Liedzeilen veröffentlicht, anhand derer es dann zu erraten gilt:

- Wie lautet der Songtitel?
- Wer hat ihn
gesungen?
- In welchem Jahr ist er entstanden?

Viel Spaß beim Mitraten!

SONG 15

Adventskalender Song 15

> Auflösung

 

WHERE HAVE ALL THE FLOWERS GONE

1955 getextet von PETE SEEGER
1960 gesungen von PETER, PAUL and MARY
1961 gesungen vom KINGSTON TRIO
1962 auf Deutsch gesungen von MARLENE DIETRICH

 

Where have all the flowers gone?
Long time passing
Where have all the flowers gone?
Long time ago

Where have all the flowers gone?
Young girls picked them every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young girls gone?
Long time passing
Where have all the young girls gone?
Long time ago

Where have all the young girls gone?
Gone to young men, every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the young men gone?
Long time passing
Where have all the young men gone?
Long time ago

Where have all the young men gone?
They are all in uniform
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the soldiers gone?
Long time passing
Where have all the soldiers gone?
Long time ago

Where have all the soldiers gone?
Gone to graveyards every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the graveyards gone?
Long time passing
Where have all the graveyards gone?
Long time ago

Where have all the graveyards gone?
Cowered with flowers every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?

Where have all the flowers gone?
Ooh ooh, ooh ooh, ooh
Where have all the flowers gone?
Long time ago

Where have all the flowers gone?
Young girls picked them every one
When will they ever learn?
When will they ever learn?


ZUR ENTSTEHUNG

"Where Have All the Flowers Gone" ist ein Antikriegslied des US-amerikanischen Songwriters Pete Seeger. Der Folksong wurde von Max Colpet unter dem Titel "Sag mir, wo die Blumen sind" ins Deutsche übertragen.

Das Lied entstand im Oktober 1955, als Pete Seeger in einem Flugzeug unterwegs nach Ohio war. Er gibt an, die Grundidee zum Text einem ukrainischen Volkslied entlehnt zu haben. Auch sind Ähnlichkeiten mit dem Volkslied Zogen einst fünf wilde Schwäne sind auffällig, auch hier wird die Botschaft über die Assoziationskette "Natur" – "Brautkranz" – "Mann im Krieg" transportiert. Die Frage "Wo sind sie?" als Stilmittel zur Verdeutlichung von Vergänglichkeit hat eine lange literarische Tradition.

Die Grundidee zur Melodie entstammt laut Seeger dem amerikanischen Folksong "Drill Ye Tarriers Drill", der 1888 von Thomas F. Casey verfasst wurde. Der Text hat die Form eines Kettenliedes: Jede Strophe beginnt mit dem Schlussgedanken der vorangehenden Strophe. Der Endgedanke der letzten Strophe führt zum Anfangsgedanken der ersten Strophe zurück. Diese Form veranschaulicht einen in sich schlüssigen Gedankenkreis, in diesem Lied die anscheinend ewige Wiederkehr von Krieg zu Krieg. In jeder Strophe fragt der Kehrreim, wann endlich die Menschheit aus den Fehlern früherer Generationen lernen werde.

Pete Seeger  trat vor allem in sozialistischen Staaten wie der DDR und bei linken Organisationen in aller Welt auf, bis sich das Klima in den USA Mitte der sechziger Jahre wandelte.

Der Folksong wurde von Max Colpet unter dem Titel "Sag mir, wo die Blumen sind" ins Deutsche übertragen. Die deutsche Version wurde erstmals 1962 von Marlene Dietrich aufgeführt, die das Lied auch auf Englisch und Französisch sang und zum Welterfolg des Titels beitrug. Pete Seeger erwähnte in einem Interview, dass der deutsche Text beeindruckender klinge als sein Originaltext und sich auch besser singen lasse.

Weitere bekannte Interpreten waren unter anderem Peter, Paul and Mary, Joan Baez, Lolita, Hildegard Knef, Nana Mouskouri, Vicky Leandros, Freddy Quinn, Juliane Werding, Udo Lindenberg, Hannes Wader, Katja Ebstein, Chris de Burgh, Annie Lennox und die Rockband City.

 

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