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Konterbunt App

Vorurteile und menschenverachtende Aussagen stehen einem demokratischen Miteinander. Diese App liefert Argumente gegen Stammtischparolen, nun auch in sechs Sprachen.

Viele Menschen wollen einschreiten, wenn sie menschenverachtende Aussagen hören. Aber wie?

Mit der kostenlosen App „KonterBUNT“ kann man hilfreiche Strategien aus Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen kennenlernen. Die App wurde von Expert_innen[1] entwickelt. Sie enthält Vorschläge für gute Argumente gegen Parolen sowie einen Strategieguide. In einem Mini-Game lassen sich verschiedene Reaktionen auf Parolen direkt in der App ausprobieren.

„Vorurteile und menschenverachtende Aussagen stehen einem demokratischen Miteinander entgegen. Unsere App ‚KonterBUNT‘ kann Menschen dazu ermutigen, sich aktiv einzubringen und für Demokratie einzuschreiten. Die App setzt auf eine spielerische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Argumentationsstrategien“, erklärt Ulrika Engler, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die App enthält einen Strategieguide mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen, die sich beim Argumentieren bewährt haben. Die Tipps wurden von Prof. Klaus-Peter Hufer entwickelt. Er ist Experte für Argumentationstrainings und beschäftigt sich in seinen Büchern seit Jahren mit dem Problem. „Stammtischparolen grenzen aus und sind oft voller Hass. Vom Spruch zur Tat sind die Übergänge fließend. Deswegen sollte widersprochen werden“, so Hufer.

Die App „KonterBUNT“ steht seit in den App-Stores von Google und Apple kostenlos zum Download bereit. Die App lässt sich mit den gängigen mobilen Betriebssystemen „Android“ und „iOS“ nutzen.

Bei Google Play

Im App Store

Neue Arbeitshilfe gegen Stammtischparolen in sechs Sprachen verfügbar

Die gemeinsam von den Landeszentralen für politische Bildung in Niedersachsen und Sachsen-​Anhalt entwickelte App KonterBUNT versucht, diesem Phänomen zu begegnen und sich spielerisch mit möglichen Antworten und Reaktionsstrategien auseinanderzusetzen. Das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-​Anhalt (LAMSA) hat dazu ein Folgeprojekt unter dem Titel „Parolen im Wohnzimmer“ gestartet und eine mehrsprachig aufbereitete Arbeitshilfe vorgelegt. Sie enthält Informationen zu den Themen Ablehnung von Geflüchteten, Antisemitismus, Antiziganismus, Behindertenfeindlichkeit, Klassismus, Sexismus, Rassismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit. Jedem Thema sind bekannte Stammtischparolen zugeordnet, die anschließend erklärt werden. Die Texte der Arbeitshilfe liegen auf Deutsch, Arabisch, Farsi, Französisch, Russisch und Türkisch vor.