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Wohnen - B&S 2/3 2019

Der Wohnungsmarkt ist aus dem Gleichgewicht geraten, sorgenfreies Wohnen ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Ist die Wohnungsnot die "soziale Frage" unserer Zeit?

Wohnen gehört zu den existenziellen Grundbedürfnissen des  Menschen.  Sorgenfreies  Wohnen  jedoch  ist  keine  Selbstverständlichkeit  mehr.  Die  Stimmen  werden  lauter,  die  über  steigende  Mieten,  explodierende  Immobilien-  und  Grundstückspreise,  über  sinnlose  Luxusbauten  und  die  Verdrängung  einkommensschwacher  Schichten  vom  Wohnungsmarkt klagen. Die Wohnungsnot ist die „neue soziale Frage“ – so die Statements von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker/-innen.

Mit diesem  Heft  greift die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ein Thema auf, das nahezu regelmäßig Gegenstand von gesellschaftlichen und politischen Diskussionen ist. In 13 Beiträgen kommen Fachleute aus ganz unterschiedlichen Richtungen  zu Wort.  Dabei geht es um Wohnungspolitik und Wohnungsbau, ebenso um strukturelle Veränderungen, die die Städte zunehmend kennzeichnen: so beispielsweise um die als „Gentrifizierung“ bezeichnete Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte durch besser gestellte aus den Innenstädten. Ein Beitrag skizziert die Debatte um die „Gerechte Stadt“. Mit dem Zusammenhang von Armut und Wohnen speziell in Baden-Württemberg beschäftigt sich eine Untersuchung, die auch einen Vergleich mit anderen westdeutschen Flächenländern einschließt.