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Postdemokratie? - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1-2/2011)

Mit dem Begriff der "Postdemokratie" wird der Legitimitätsverlust der politischen Akteure und Institutionen charakterisiert, da sie zunehmend unter dem Einfluss privater und partikularer Interessengruppen agieren, statt als gewählte Repräsentanten im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Anstelle des Aushandelns von divergierenden gesellschaftlichen Interessen gerate Politik so zum bloßen "Management von Sachzwängen". Diesem Befund stehen auch positive Trends gegenüber: Neben neuen Legitimationsmustern politischer Herrschaft auf internationaler und europäischer Ebene entstehen unkonventionelle Formen der Bürgerbeteiligung wie Foren oder Konsensuskonferenzen. Sie bergen aber auch das Risiko, die gesellschaftliche Polarisierung voranzutreiben, da ihre Akteure mehrheitlich Angehörige der gut ausgebildeten Mittelschichten sind.

Inhalt:

 

Editorial (Asiye Öztürk)     

"Postdemokratie" und die zunehmende Entpolitisierung - Essay (Chantal Mouffe)

Von der repräsentativen zur multiplen Demokratie (Paul Nolte)     

Bürgerbeteiligung in der Postdemokratie (Dirk Jörke)     

Ungleiche Verteilung politischer und zivilgesellschaftlicher Partizipation (Petra Böhnke)

Informationsmedien in der Postdemokratie. Zur Bedeutung von Medienkompetenz für eine lebendige Demokratie (Sabine Schiffer)     

Die Allgegenwart der "Androkratie": feministische Anmerkungen zur "Postdemokratie" (Birgit Sauer)     

Verwilderungen. Kampf um Anerkennung im frühen 21. Jahrhundert (Axel Honneth)


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung

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