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Krise der Verlags- und Medienwirtschaft - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 12-13/2004)

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement will das Kartellrecht lockern und Fusionen und Übernahmen im Pressegewerbe de facto generell erlauben. Nach seinen Plänen dürfte künftig jede Zeitung aufgekauft werden – selbst wenn dadurch in der jeweiligen Region ein Monopol entstünde. Einzige Einschränkung: Der Altverleger oder ein neuer Dritter halten 25,1 Prozent an dem übernommenen Blatt und garantieren dessen publizistische Selbständigkeit. Länder, Kartellbehörden und Journalistenverbände wehren sich gegen die geplante Neuregelung. Um die noch bestehenden Barrieren auf dem deutschen Markt zu umgehen, expandieren etablierte Medienkonzerne zunehmend ins Ausland – in der Hoffnung auf neue Absatzchancen. Dass starkes Wachstum auch zu Überdehnung führen kann, hat der Fall Kirch gezeigt. Mit der Insolvenz der Kirch-Gruppe tauchte ein für den deutschen Medienmarkt neuer Typus von Kapitalgebern auf: Investoren, die lukrative Beteiligungen an sanierungsbedürftigen Firmen suchen – mit dem Ziel, diese später mit Gewinn wieder zu veräußern. Diese und weitere Aspekte der Krise der Verlags- und Medienwirtschaft werden in dieser Beilage thematisiert.

Inhalt:

 

 

Editorial

 

Gesellschaftliche Folgen der Medienkonzentration

 

Zeitungsmarkt in der Krise - ein Fall für die Medienregulierung

 

Der Fernsehmarkt in Deutschland - Turbulenzen und Umbrüche

 

Think global, act local - Internationalisierungsstrategien deutscher Medienkonzerne

 

Der Buchhandel in der Informationsgesellschaft

 


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung

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