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Libyen

Ein Land zwischen Bürgerkrieg und Neuanfang

Libysche Rebellen in Brega
Libysche Rebellen in Brega, Voice of America, Phil Ittner, wikipedia.org, gemeinfrei

Libyen steht nach dem Sturz des Regimes von Muammar al-Gaddafi vor enormen Herausforderungen. Rechtsstaatliche Institutionen müssen aufgebaut und die Sicherheitslage verbessert werden. Wie wird Libyen der Übergang zu einem demokratischen und freiheitlichen System gelingen?
Seit 2014 herrscht wieder Bürgerkrieg in Libyen. Der Islamische Staat profitiert von der unstabilen Situation und breitet sich auch in Libyen aus. Wie kann die derzeitige Polarisierung und Spaltung des Landes überwunden werden und der Ausbreitung des Dschihadismus Einhalt geboten werden?

Bürgerkrieg in Libyen - Der Islamische Staat in Libyen

Libyen - aktuelles Konfliktporträt
Seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes 2011 ringen in Libyen zahlreiche Gruppierungen um die Macht. 2014 eskalierte der Konflikt mit der Bildung zweier rivalisierender Allianzen und dem Krieg um die beiden größten Städte. Unterstützt von den Allianzen kämpfen zwei Regierungen um die Kontrolle des Staatsapparates und internationale Anerkennung.
Innerstaatliche Konflikte
(Bundeszentrale für politische Bildung)

USA verkünden Tod von Dschihadisten-Führer
Der Kopf des libyschen Ausläufers der Terrormiliz "Islamischer Staat", Abu Nabil, ist offenbar tot. Das Pentagon teilte mit, der Dschihadist sei durch einen gezielten Luftangriff getötet worden. Dieser Schlag werde den IS in Libyen immens schwächen.
(Tagesschau, 14.11.2015)

Der Islamische Staat in Libyen - Hintergründe und Reaktionen
Am 15. Februar 2015 veröffentlichte der Islamische Staat (ISIS) ein Video mit der Hinrichtung von 21 ägyptischen Kopten in Libyen. Die Enthauptungen wurden analog zu den Praktiken von  ISIS in Syrien und im Irak in Szene gesetzt und durchgeführt.
KAS-Länderbericht, Feb. 2015
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Islamischer Staat: "Libyen ist das größte Dschihadismus-Problem in Nordafrika"
In Libyen tobt seit Sommer 2014 ein neuer Bürgerkrieg. Das Chaos bereitet den Dschihadisten den Boden, erklärt Experte Wolfram Lacher. Wie groß ist der Einfluss von IS und anderen Radikalislamisten?
(Spiegel, 21.2.2015)

Kampf gegen IS-Terror - "Libyen könnte neues Epizentrum des Terrorismus werden"
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekomme immer mehr Ableger, sagte Guido Steinberg, Nahost- und Terrorismusexperte im DLF. Das lasse die Sorge zu, dass der IS ein internationales Netzwerk aufbaue und dadurch enorm gestärkt werde. Der Westen müsse sunnitische Verbündete vor Ort finden.
(Deutschlandradio, 17.2.2015)

Libyen: IS-Milizen auf dem Vormarsch
"Wir brauchen mehr Waffen", ruft es auch aus Libyen. "Die libysche Armee bräuchte bessere Waffen, um mit den Islamisten schneller fertig zu werden", gibt Alfred Hackensberger den Wunsch des Kommandanten einer Spezialeinheit der Marine weiter. Libyen ist doch nur wenige hundert Kilometer von Europa entfernt, ist der Bericht überschrieben.
(Heise, 11.2.2015)

Scharia und Terror in Libyen
Die Terrororganisation "Islamischer Staat" breitet sich in Libyen aus. Mit Terror ebenso wie mit symbolischer Politik rekrutiert er immer neue Anhänger. Die träumen bereits von einem nordafrikanischen Kalifat.
(Deutsche Welle, 2.2.2015)

Gewalt in Libyen eskaliert
Mehrere Menschen sterben bei Kämpfen zwischen den verfeindeten Milizen, Islamisten entführen zwanzig ägyptische Christen.
(Die Zeit, 4. 1. 2015)

Libyen auf dem Weg zur Demokratie

Lehren aus Libyen
Fast fünf Jahre nach dem Sturz Gaddafis stellt sich die politische Lage in Libyen desaströs dar. Die NATO habe Fehler gemacht, die hätten vermieden werden können, räumte jüngst auch US-Präsident Obama ein. Umso wichtiger ist es nun, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, meint Gareth Evans, ehemaliger Chef der "International Crisis Group".
(Qantara, 11.4.2016)

Libyens Stabilisierung unterstützen - Wie weiter nach dem Skhirat-Abkommen?
Unter Vermittlung der VN nähern sich Vertreter der libyschen Konfliktparteien einem Machtteilungsabkommen, das die Bildung einer Einheitsregierung vorsieht. Sollte es zu seiner Besiegelung kommen, so wird das Abkommen auf wackligen Füßen stehen. Denn es dürfte auf den Widerstand mächtiger Akteure stoßen. Deutschland und die EU sollten sich mit verstärktem politischem Engagement um den Abschluss und die Umsetzung des Abkommens bemühen - sowohl gegenüber den Vertragsparteien als auch gegenüber jenen, die das Übereinkommen ablehnen oder nicht am Verhandlungstisch sitzen. SWP-Aktuell 2015/A 67, Juli 2015
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Bruchlinien der Revolution - Akteure, Lager und Konflikte im neuen Libyen
Unter den Staaten des Arabischen Frühlings hat Libyen die bisher wohl tiefsten Umwälzungen erfahren. Eine solche Vielzahl von Akteuren ist auf den Plan getreten, dass die politische Arena des Landes kaum zu überblicken ist. Diese Studie bietet eine Analyse der Akteurinnen und Akteure, die heute das Geschehen in Libyen bestimmen - ihrer Interessen und Allianzen sowie der Konfliktlinien, die zwischen ihnen entstehen.
SWP-Studien 2013/S 05, März 2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Libyen beim Aufbau eines neuen Staates
Noch immer gibt es keine Regierung. Die Aufgaben sind groß: Rechtsstaatliche Institutionen müssen aufgebaut und die Sicherheitslage verbessert werden.
Hintergrund aktuell, 18.10.2012
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Innenpolitische Krise in Libyen: Stabilität auf dem Prüfstand
Die libysche Regierung steht vor einem Scherbenhaufen: Nur knapp vier Wochen nach seiner Wahl stürzt Ministerpräsident Mustafa Abu Shaqur über ein Misstrauensvotum. Und auch die Sicherheitslage bleibt prekär, da die Entwaffnung der Milizen nach wie vor nur sehr schleppend verläuft. Informationen von Hanspeter Mattes vom GIGA Institut für Nahost-Studien.
(Qantara, 08.10.2012)

Für ein säkulares und demokratisches Libyen
Ahmed Shebani, Gründer und Vorsitzender der "Demokratischen Partei Libyens", erläutert im Gespräch mit Beat Stauffer seine kritische Haltung gegenüber Ministerpräsident Mahmud Dschibril und dem libyschen Übergangsrat.
(Qantara, 29.09.2012)

Parlamentswahlen in Libyen: Entsichert.
Selbst wenn die Parlamentswahlen in Libyen frei und überwiegend fair verlaufen sind, so steht das nordafrikanische Land dennoch vor gewaltigen Problemen: die fehlende Stabilität und die zunehmende gesellschaftliche Spaltung als Folge des politischen Versagens der Übergangsregierung, schreibt der libysche Politikwissenschaftler Mustafa el-Fituri.
(Qantara, 05.07.2012)

Revolution in Libyen 2011

Libyen nach der Revolution des 17. Februar
Im Gegensatz zu Ägypten und Tunesien war der Umsturz in Libyen von Anfang an gewaltsamer. Entscheidend für den Sturz des Gaddafi-Regimes war der Einsatz der NATO. Jetzt muss in Libyen ein neuer Staat entstehen. Ein Bericht von Wolfram Lacher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Naher / Mittlerer Osten und Afrika der SWP.
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Die Folgen des Libyen-Konflikts für Afrika
Der Bürgerkrieg und die Nato-Intervention in Libyen haben Auswirkungen auf Afrika und die europäische Afrikapolitik, denen bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Kurz- und mittelfristig droht eine weitere Destabilisierung der Sahelzone.
SWP-Studien, März 2012
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Libyens Neuanfang - Herausforderungen des Übergangsprozesses
Der in Libyen Ende Oktober 2011 gestartete Prozess des Übergangs zu einer gewählten Regierung, zur Ausarbeitung einer Verfassung und zum Aufbau eines neuen Staates findet unter schwierigen Rahmenbedingungen statt.
Wolfram Lacher, SWP-Aktuell 2012/A 01, Januar 2012
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Libyen
Erfolg für die NATO, aber kein Modell für künftige Interventionen.
Reader Sicherheitspolitik, 6/2012
(Bundeswehr)

"In Libyen wird der Übergang schwieriger"
Drei Tage nach dem Tod Muammar al-Gaddafis in Libyen fanden im Nachbarland Tunesien die Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung statt. Im Gespräch mit Eva-Maria Verfürth erläutert Ralf Melzer von der Friedrich-Ebert-Stiftung die politische Situation in beiden Ländern.
(Qantara, 30.11.2011)

Risse in der Front - Nach dem Sturz Gaddafis in Libyen
Der politische Neubeginn in Libyen gestaltet sich überaus schwierig - zu zerstritten sind die Rebellen, Stammesclans sowie Vertreter des Nationalen Übergangsrates untereinander.
(Qantara, 19.09.2011)

Vom Regen in die Traufe?
Wer sind die Männer im Übergangsrat? Und welche Motive standen wirklich hinter der Militäraktion gegen den libyschen Despoten?
(Qantara, 01.09.2011)

Steiniger Weg zum Frieden
Trotz des Sieges über das Gaddafi-Regime waren die Rebellen in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht bislang kaum erfolgreich.
(Qantara, 31.08.2011)

Herausforderungen in Libyen nach Gaddafi
Analyse des SWP-Experten Wolfram Lacher
(EurActiv, 25.08.2011)                 

Die teuer erkaufte Freiheit
Libyen nach der Ära Gaddafi
(Qantara, 01.08.2011)

Bürgerkrieg in Libyen
Hintergrund aktuell, 11.05.2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Bürgerkrieg in Libyen
(Wikipedia)

Politisches System Libyens
(Wikipedia)

Unterrichtsmetarialien

Der Aufstand in Libyen
Arbeitsblatt für die Fächer Politik, Geschichte, Erdkunde, Sozial- und Gemeinschaftskunde der Jahrgangsstufen 9 bis 12/13.
(Stiftung Jugend und Bildung)

Aufruhr in der arabischen Welt: Libyen Teil 1
(Schule Studium)

Aufruhr in der arabischen Welt: Libyen Teil  2
(Schule Studium)

 

Arabischer Frühling

 

Der Arabische Frühling ist eine historische Zäsur in der Region Nordafrika und Naher Osten - mit weit reichenden Folgen in politischer, wirtschaftlicher und geostrategischer Hinsicht. Das Dossier Arabischer Frühling der bpb bietet Länderanalysen, Einschätzungen über Ursachen und Folgen und vieles mehr.

 
 
 
 
 

Konfliktporträt Libyen

 

Libyen
Seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes 2011 ringen in Libyen zahlreiche Gruppierungen um die Macht. 2014 eskalierte der Konflikt mit der Bildung zweier rivalisierender Allianzen und dem Krieg um die beiden größten Städte. Unterstützt von den Allianzen kämpfen zwei Regierungen um die Kontrolle des Staatsapparates und internationale Anerkennung.

 
 
 
 
 

Libyen nach dem Tod Gaddafis

 

Beginn einer schwierigen Übergangsphase
Interview mit Nahost-Experte Guido Steinberg, 21.10.2011
(Qantara)
Tod Gaddafis ungeklärt

euro|topics Presseschau 21.10.2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)
EU verspricht Hilfe für Libyen

Reaktionen auf Tod des Ex-Diktators
(EurActiv)
NATO and Libya

Statement by the NATO Secretary General on Libya
(NATO)
On the death of Muammar al-Gaddafi

(US-President Obama)

 
 
 
 
 

Arabische Zeitenwende

 

Die APuZ-Ausgabe Arabische Zeitenwende der Bundeszentrale für politische Bildung thematisisert die Umbrüche in den arabischen Staaten seit Anfang des Jahres 2011. Zeitpunkt und Auslöser der Revolutionen und Aufstände waren nicht vorhersehbar. Doch bei aller Euphorie erfordern Umbruchzeiten auch politischen Realismus.

 
 
 
 
 

Afrika - Länder und Regionen

 

Das Heft Afrika - Länder und Regionen gliedert Afrika in fünf Großräume, u.a. Nordafrika: Scharnier zwischen Afrika und Europa.

Das Heft Afrika - Schwerpunktthemen unterzieht den gesamten Kontinent einer Reihe von zentralen Fragestellungen, u.a. Welche Herausforderungen und Chancen stellen sich der afrikanischen Politik? Zwischen Demokratie und Autoritarismus. 

 
 
 
 
 

Autoritäre Regime

 

Die Beiträge im Heft Autoritäre Regime der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg geben einen Überblick über das Phänomen autoritärer Systeme und befassen sich mit der Lage in den einzelnen Ländern.