Informations-Portal zur politischen Bildung

Ein Angebot der Landeszentralen für politische Bildung

Irak

Krieg und Terror - Kampf gegen den Islamischen Staat

Peschmerga im Irak
Peschmerga auf einem T-55 außerhalb Kirkuks im Irak. Foto: Boris Niehaus, Wikipedia.org, CC BY-SA 3.0

Anfang Juni 2014 startete die im syrischen Bürgerkrieg erstarkte Terrororgansiation "Islamischer Staat" eine Offensive auf größere Städt im Irak. Bei ihrem Vormarsch haben die Dschihadisten bislang Tausende Menschen getötet und bringen immer größere Gebiete des Landes unter ihre Kontrolle. Sie befinden sich auf dem Vormarsch in Richtung Baghdad. Auch aus Grenzgebieten zu Syrien, der Türkei und Jordanien hat die IS-Miliz die irakische Armee vertrieben. 

...

 

Der "Islamische Staat" hat im Laufe eines Jahres große Gebiete im Nordwestirak unter seine Kontrolle gebracht. Die Absicht ist, Bagdad zu erobern und einen großen Gottesstaat in der Levante zu errichten. Die IS-Kämpfer gehen auf ihrem Vormarsch vor allem gegen Minderheiten wie Christen und Jesiden auf brutale Weise vor, es kommt zu massenhaften Exekutionen. In der Region befinden sich Millionen von Menschen auf der Flucht, sie leben unter katastrophalen Bedingungen, Menschen sterben vor Hunger und Durst.

Kurden aus dem Irak, Syrien und der Türkei haben eine gemeinsame Offensive gestartet, um dem Vormarsch der Miliz "Islamischer Staat" Einhalt zu gebieten und strategisch wichtige Regionen wieder zurück zu erobern, wie etwa den  Mossul-Staudamm und die Stadt Tikrit.

Die Internationale Gemeinschaft schaut besorgt auf das Vorgehen in der Region und ringt um Lösungen. Zunächst standen die USA  und ihre Verbündeten dem Irak mit militärischen Aufklärungsflugen, der Entsendung von Militärbeobachtern und Waffenlieferungen zur Seite. Weiterhin hat sich US-Präsident Obama dazu entschlossen, auch mit gezielten Luftangriffen gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" vorzugehen. Mit der Entsendung von ein paar Tausend Militärausbildern in den Irak möchte er ferner die  Schlagkraft der irakischen Militärs und Rebellen erhöhen.
Es solle aber keinen neuen Krieg mit dem Einsatz von Bodentruppen geben, hatte Obama stets betont, nun erwägen die USA doch den Einsatz von "boots on the ground". 2011 hatte die USA die seit 2003 andauernde Militärpräsenz im Rahmen des Irak-Kriegs beendet.

Mit welchen Mitteln wird es gelingen, gegen  die humanitäre Katastrophe vorzugehen und den Zerfall des Irak zu verhindern?

Aktuelle Situation

Vier Fronten im Krieg gegen den IS
Der selbst erklärte Islamische Staat (IS) wird zur Zeit an zwei Hauptfronten im Irak und an zweien in Syrien bekämpft.
(Journal21, 27.5.2016)

Falludscha-Offensive: Massaker befürchtet
Al-Sistani forderte die von Schiiten dominierte Regierung in Bagdad und die Schiitenmilizen, die in der Stadt befindliche Zivilbevölkerung zu schonen und keine unnötigen Schäden zu verursachen.  Die berechtigte Angst besteht, dass durch eine brutale Eroberung der Stadt der Rückhalt des IS seitens der sunnitischen Bevölkerung wieder anwachsen könnte. Auch die Vereinten Nationen befürchten ein Massaker.
(Heise, 26.5.2016)

Mossul: Irakische Armee startet Angriff auf IS-Metropole
Seit eineinhalb Jahren ist die irakische Millionenstadt unter der Kontrolle der Islamisten. Zusammen mit den USA soll nun eine schnelle Rückeroberung gelingen.
(Zeit, 24.3.2016)

Irakische Armee vermeldet Erfolg:  "Ramadi ist befreit"
Die irakische Armee meldet einen weiteren Erfolg: Sie hat nach eigenen Angaben die Großstadt Ramadi vom "Islamischen Staat" zurückerobert. Nach Tikrit, Baiji und Sindschar ist es die vierte größere Stadt, die die Armee befreit hat.
(Tagesschau, 28.12.2015)

Rückeroberung Sindschars - Kurden starten Offensive gegen IS
Kurdische Kämpfer haben mit einer Bodenoffensive begonnen, um die Stadt Sindschar im Nordirak zurückzuerobern. Vor einem Jahr hatte der IS die Stadt eingenommen. Zehntausende Menschen sind seitdem vor der Terrormiliz geflüchtet.
(n-tv, 12.11.2015)

Operation "Raqqa, Ramadi and Raids"
Das Pentagon kann sich plötzlich vorstellen, Bodentruppen gegen den IS einzusetzen. Beobachter analysieren die überraschende Ankündigung.
(Tagesanzeiger, 28.10.2015)

Warum Russland bald militärisch eingreifen könnte
Nach dem militärischen Eingreifen in Syrien könnte Russland bald auch Kampfjets in den Irak schicken. Tatsächlich könnte eine Intervention der Russen dort den Kampf gegen den "Islamischen Staat" voranbringen.
(Der Tagesspiegel, 28.10.2015)

IS im Irak - Tragödie der Jesiden geht weiter
Vor einem Jahr begann die Terrormiliz IS mit ihren Angriffen auf die Jesiden im Nordirak. Etwa 2.000 Jesiden wurden damals getötet und in Massengräber geworfen. Jetzt wurden sie an einem anderen Ort würdevoll erneut bestattet. Doch für die Jesiden ist der Kampf gegen den IS noch lange nicht vorbei.
(Deutschlandradio, 1.10.2015)

Bundeswehr-Mission im Irak: Kurden verlangen nach mehr Waffen
Für ihren Kampf gegen den "Islamischen Staat" bekamen die Kurden von der Bundeswehr Tausende Gewehre und auch "Milan"-Raketen. Jetzt drängen sie auf Nachschub. Wo die Waffen genau ankommen, entzieht sich aber der Kontrolle der Deutschen.
(Der Spiegel, 25.09.2015)

Der "Islamische Staat" im Irak

Islamisten überrennen Nahen Osten
Die Islamistenmiliz Isis hat innerhalb weniger Tage weite Teile des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht. Ihr Ziel ist es, einen islamischen Gottesstaat im Nahen Osten zu errichten. Was kann die Gotteskrieger aufhalten?
Debatte verfolgen auf euro|topics
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Falludscha ist befreit - Flüchtlingsdrama um westirakische Stadt Falludscha
Irakische Regierungskräfte waren rund vier Wochen nach Beginn einer Offensive auf Falludscha ins Zentrum der Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eingedrungen. Massen von Menschen fliehen vor Kämpfen, die eigentlich ihre Befreiung bringen sollen. Die irakische Armee vertreibt den IS - doch der missbraucht Zivilisten als Schutzschilde.
(Deutsche Welle, 18.6.2016)

Mossul: Es fehlen die Soldaten
Die Stadt im Norden wird in diesem Jahr wohl nicht mehr vom IS befreit. Der Streit geht auch darüber, wer beim Sturm mitmachen darf.
(Süddeutsche, 2.5.2016)

 "Mossul dem IS entreißen? Kein Problem!"
Iraks Armee scheitert bisher bei der Rückeroberung Mossuls. Dabei könnte die IS-Hochburg in zwei Monaten genommen werden, meint ein kurdischer Elite-Kommandeur. Sein Schlachtplan ist schlüssig.
(Die Welt, 6.4.2016)

"Sie behandeln uns wie Tiere"
Vor mehr als einem Jahr wurde die irakische Uni-Stadt Mossul von IS-Kämpfern eingenommen. Junge Leute erzählen, wie sich ihr Leben seit dem Einzug der Terroristen verändert hat.
(Spiegel, 11.9.2015)

Irak: Dutzende Tote bei Anschlag auf Marktplatz in Bagdad
Dutzende Menschen sind bei einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad ums Leben gekommen. Ein Sprengsatz explodierte auf einem belebten Marktplatz. Zu der Bluttat bekannte sich die Terrormiliz IS.
(Spiegel, 13.8.2015)

Ein Jahr nach dem IS-Vormarsch im Irak - Das Kalifat ist längst Realität geworden
Vor einem Jahr begann der Siegeszug des "Islamischen Staates" im Irak. Die Eroberung der Provinz Anbar nahm dabei eine Schlüsselrolle ein. Aus Bagdad berichtet Birgit Svensson.
(Qantara, 10.6.2015)

/ mehr Links anzeigen...

Vormarsch des IS  - 25.000 Menschen aus Ramadi geflohen
Nach der Eroberung der 100 Kilometer von der Hauptstadt Bagdad entfernten Stadt Ramadi durch den IS sind nach UN-Angaben rund 25.000 Menschen aus der Stadt geflohen. Tausende von ihnen müssten derzeit im Freien übernachten. Schiitische Milizen mobilisierten ihre Kämpfer, um Ramadi zurückzuerobern.
(Tagesschau, 19.5.2015)

Schlag und Gegenschlag
Die Rückeroberung Tikrits soll für die irakische Armee das werden, was Kobanê für die Kurden bedeutet: Trendwende und Motivationsschub zugleich. Aus Bagdad informiert Birgit Svensson
(Qantara, 11.3.2015)

Über eine Million Menschen auf der Flucht vor IS
Der Vormarsch der radikal-islamischen ISIS-Milizen und eskalierende Kampfhandlungen in weiten Teilen des Iraks treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Flüchtlinge auf bis zu 1,2 Millionen.
Newsletter Migration und Bevölkerung, 20.6.2014
(Bundeszentrale für politische Bildung)

"Mechanismen völliger Enthemmung bei IS-Dschihadisten"
Der Publizist Navid Kermani reiste Mitte September eine Woche durch den Irak. Dort hat er verschiedene Landesteile besucht. Den multi-konfessionellen Charakter des Landes sieht er unwiderruflich verloren. Mit ihm sprach Kersten Knipp.
(Qantara, 7.10.2014)

Irak-Konflikt - Muslime verurteilen ISIS-Terror
Die muslimischen Religionsgemeinschaften haben den Terror der sogenannten ISIS-Milizen im Irak verurteilt. Die Religionsgemeinschaften stellen klar: Die von der ISIS ausgehende Gewalt ist mit dem Islam nicht vereinbar.
(IslamiQ Debatten- und Nachrichtenmagazin)

ISIS-Anführer im Irak- Das neue Gesicht des Dschihadismus?
Seit zwei Jahren ist der Islamische Staat im Irak und der Levante (ISIS) auch in Syrien aktiv. Aktuell kämpft er dort mit rund 5000 Mann – Tendenz steigend. Aron Lund, der für das Swedish Institute for International Affairs Studien über die Kämpferlandschaft in Syrien verfasst hat, erklärt die Strategien der Terrorgruppierung. Mona Sarkis hat mit ihm gesprochen.
(Qantara, 8.7.2014)

Spur der Verwüstung
Im Gebiet des von der radikalislamischen Gruppierung ISIS ausgerufenen Kalifats herrscht Kulturbarbarei. Traurige Ironie dabei: Sie schrecken nicht zurück, Denkmäler der Weggefährten des Religionsstifters Muhammads zu zerstören, auf die sie sich eigentlich selbst berufen. Von Joseph Croitoru.
(Qantara, 8.7.2014)

Kalifatstaat Irak: Wer hilft ISIS?
Was ist ISIS: Terrortruppe oder Breitenbewegung? Inwiefern genießt die Organisation die Unterstützung der sunnitischen Gemeinschaft im Irak?
IPG-Journal, 1.7.2014
(Friedrich-Ebert-Stiftung)

Was bedeutet die Ausrufung des Kalifats durch Isis?
Am gestrigen Sonntag, der nicht zufällig mit dem ersten Tag des Fastenmonats Ramadan nach dem islamischen Kalender zusammenfiel, hat die Terrorgruppe Isis offiziell das Kalifat ausgerufen. Was bedeutet dies? Was steht in der Erklärung? Was bezweckt die ISIS? Wie wird es weiter gehen?
(Die Zeit, 30.6.2014)

Neuer Isis-Name aus Größenwahn und Kalkül
Die Ausrufung des Kalifats durch die Terrorgruppe Isis ist eine geschickte Rekrutierungsmaßnahme im Dschihad: Viele Kämpfer werden beim Aufbau der "großen Nation der Muslime" mitwirken wollen.
(Die Welt, 30. Juni 2014)

Isis öffnet die Büchse der Pandora
Die Kalifats-Idee, die nach dem Ende des Osmanischen Reiches in Vergessenheit geriet, ist durch den Isis-Terror zurück. Nun haben die Dschihadisten offenbar ihren Anführer Abu Bakr al-Baghdadi zum Kalifen und damit zum Nachfolger des islamischen Propheten Mohamed ernannt. Isis hat nicht nur für den Nahen Osten, sondern für die weitere Region im islamischen Krisengürtel die Büchse der Pandora geöffnet.
(Deutschlandfunk, 30.6.2014)

Isis-Terror: Droht ein Flächenbrand im Nahen Osten?
Erneut haben die radikalen Islamisten von Isis im Irak Boden gut gemacht: Die Kämpfer sollen Grenzposten zu Syrien und Jordanien erobert haben. Dort macht die Regierung Teile der Armee mobil. Kommt es zu einem Flächenbrand? Statements von Nahost-Experte Michael Bauer vom Centrum für angewandte Politikforschung.

Der Online-Dschihad der Islamisten
Über soziale Netzwerke betreibt die Terrorgruppe ISIS eine massive Propaganda-Offensive im Internet. Neben der Einschüchterung von Gegnern, wollen sie so eine eigene mediale Marke etablieren. Nastassja Steudel informiert.
(Qantara, 23.6.2014)

"Ein konfessioneller Flächenbrand im Irak ist zu befürchten"
Nahost-Experte Otmar Oehring zur Lage im IrakDie sunnitische Terrorgruppe Isis rückt auf Bagdad vor. Die Organisation verfolgt das Ziel der Errichtung einer islamischen Herrschaft, die unter einem islamischen Kalifat zu stehen habe. Es kommt zu Kämpfen zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen und die christliche Minderheit gerät zwischen die Fronten. Otmar Oehring, wies im Interview mit NDR Info daraufhin, das die Eingruppierung der Isis in den Bereich des Islamismus nicht weiterhelfe.
16. Juni 2014
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Islamwissenschaftler über ISIS im Irak: Sie werden keinen Staat aufbauen
Die Dschihadisten würden im Irak keinen Staat aufbauen können, sagt Forscher Guido Steinberg. Aber es könnte einen langen Bürgerkrieg geben.
(taz)

Irak - Ein kriegsgeplagtes Land im Zerfall

Konfliktporträt: Irak
Der Irak ist in mehrfacher Hinsicht ein gescheiterter Staat. Das Staatsgebiet ist in drei Quasi-Staaten gespalten. Die Verwaltung funktioniert nur noch in den großen Städten. Die Wirtschaft ist im Niedergang begriffen. Soziale Probleme wie Vertreibung, Arbeitslosigkeit und Armut nehmen Überhand.
Dossier Innerstaatliche Konflikte, 9.11..2015
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Irak
Verheerende Bombenanschläge zeigen, dass die Konflikte im Irak noch längst nicht beigelegt sind. Der schiitische Regierungschef Nuri al-Maliki versucht, die Probleme durch einen zunehmend autoritären Führungsstil zu lösen. Und schürt dadurch den Widerstand im sunnitischen und kurdischen Lager.
Dossier: Innerstaatliche Konflikte, 8.2.2014
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Zehn Jahre Irak-Konflikt: Kein Ende der Gewalt in Sicht
Vor über zehn Jahren begann der zweite Irakkrieg. Mittlerweile haben die US-amerikanischen Kampftruppen das Land verlassen, doch der Konflikt dauert an. Die Gewalt zwischen verschiedenen ethnisch-religiösen Gruppen droht den Irak in einen Bürgerkrieg zu stürzen.
Hintergrund aktuell, 17.7.2013
(Bundeszentrale für politische Bidung)

Unruhen im Irak - "Insgesamt ein gefährdeter Staat"
In Bagdad wird das Parlament besetzt, im Südirak tötet die IS-Terrormiliz Dutzende Menschen: Von einem gescheiterten Staat will Nahost-Experte Volker Perthes dennoch nicht sprechen. Es gebe auch Ansätze für eine positive Entwicklung, sagte der Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik.
(Deutschlandfunk, 2.5.2016)

"Der Irak ist irreversibel gespalten"In seinem neuen Buch "Terror vor Europas Toren" analysiert Wilfried Buchta die Gründe für den Aufstieg der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" und den Zerfall des irakischen Staates. Ulrich von Schwerin hat mit dem Islamwissenschaftler, der lange Jahre in Bagdad als Analyst für die UN tätig war, über die Zukunft des Landes gesprochen.(Qantara, 17.8.2015)

Kurden im Irak - Ungewisse Zukunft
Iraks Kurdenführer Barzani ist wegen des Kurden-Konflikts höchst besorgt. Denn mit den Luftangriffen auf PKK-Stellungen riskieren die Türken nicht nur eine Eskalation mit den türkischen Kurden. Aus Erbil berichtet Birgit Svensson.
(Qantara, 29.7.2015)

Kurden im Nordirak - Die fragwürdigen Methoden der Peschmerga
Mord, Vertreibung, ethnisch-religiöse Säuberungen - gegen solche Verbrechen der Terrorgruppe Islamischer Staat unterstützt die Bundesrepublik Deutschland seit 2014 auch kurdische Kämpfer: die Peschmerga. Aber wem hilft man da eigentlich? Wer sind die Peschmerga und kann man ihnen wirklich trauen?
(Deutschlandradio, 15.7.2015)

/ mehr Links anzeigen...

Bricht der Irak jetzt auseinander? Ethnische und religiöse Gegensätze im Irak haben sich massiv verstärkt
Der drohende Zerfall weckt vor allem bei den Kurden alte Träume. Das Ende eines Kunststaates? Die Antwort sucht Oliver Ernst, bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Länderreferent im Team Naher Osten.
(Konrad-Adenauer-Stiftung, 7.7.2014)

Nuri al-Maliki und die Krise im Irak - Nicht der Richtige
Der Terror im Irak und der Vormarsch der Dschihadisten ist das Ergebnis einer verfehlten Regierungspolitik unter Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der die Sunniten in Staat und Gesellschaft seit Jahren systematisch ausgegrenzt hat. Von Birgit Svensson aus Bagdad
(Qantara, 24.6.2014)

Der Westen und die Irakkrise - Die hässliche neue Ordnung des "Fruchtbaren Halbmondes"
Der Irak wird gegenwärtig von einem verheerenden innerislamischen Religionskrieg erfasst. Diesem Konflikt wohnt eine Dynamik inne, die weder präsidentielles Wunschdenken noch ein eiliger Besuch von US-Außenminister John Kerry in Bagdad stoppen können.
(Qantara, 26.6.2014)

Im Griff der Dschihadisten
Die jahrelange Marginalisierung der Sunniten durch die Zentralregierung in Bagdad rächt sich heute. Ganz offensichtlich können sich die ISIS-Kämpfer bei ihrem Vormarsch auch darauf verlassen, dass ihnen ehemalige sunnitische Offiziere aus der Saddam-Ära helfend unter die Arme greifen. Von Karim El-Gawhary
(Qantara, 13.6.2014)

The Iraq-Conflict in Maps, Photos and Video
Ständig aktualisierte Themenseite der NYT zu den Auseinandersetzungen im Irak.
(New York Times)

Engagement der internationalen Staatengemeinschaft

Syrien, Irak und Region
Syrien und Irak sind seit Jahren Schauplatz konfessioneller und politisch-ideologischer Konflikte Dritter. Zurzeit will keine Großmacht die Regie für die Konfliktregulierung in Syrien und die Bekämpfung des IS in der Region übernehmen. Was kann die internationale Gemeinschaft tun? Militärisch intervenieren, noch mehr Sanktionen verhängen, in Wien, Genf und anderswo weiter verhandeln?
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 8/2016)
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Terrorismus im Irak - Der große Kampf gegen den IS steht noch bevor
Der IS beherrscht im Irak riesige Gebiete. Auch der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten sowie der niedrige Ölpreis belasten das Land. Die Regierung steht unter großem Druck. 2016 werden wichtige Weichen gestellt.
(Handelsblatt, 26.12.2016)

USA erwägen Bodeneinsatz gegen IS
Im Kampf gegen den Islamischen Staat stehen die USA vor einem Strategiewechsel. Nicht nur kündigt das Pentagon mehr Luftangriffe an. Auch der Einsatz von Bodentruppen wird nicht mehr ausgeschlossen.
(n-tv, 27.10.2015)

Kampf gegen IS - Mehr US-Militärausbilder in den Irak
Im Kampf gegen den "Islamischen Staat" will die US-Regierung zwischen 500 und 1000 weitere Militärberater in den Irak schicken. Derzeit sind bereits 3100 Amerikaner dort tätig. Durch die Aufstockung sollen vor allem mehr Sunniten für den Kampf gegen den "Islamischen Staat" gewonnen und ausgebildet werden. Bisher haben die Amerikaner 9000 irakische Soldaten geschult.
(Tagesschau, 10.6.2015)

Anti-IS-Konferenz will Strategie im Irak überdenken
Erfolgskonzept fehlt, Luftangriffe laufen ins Leere.
Bei der Eroberung von Ramadi im Irak hatten die USA schnell den Schuldigen ausgemacht. Die USA warfen der irakischen Armee fehlenden "Kampfeswillen" vor. "Man versucht jetzt, die Schuld hin und her zu schieben", urteilte Nahost-Expertin Magdalena Kirchner von der DGAP. Dabei fühle sich Bagdad seinerseits vom Westen im Stich gelassen und die Zahl derjenigen, die bei der Bekämpfung der IS-Extremisten vor allem auf iranische Unterstützung und die schiitischen Milizen setzen wollen, könne steigen.
(Wiener Zeitung, 31.05.2015)

Iran engagiert sich im Irak immer stärker gegen den IS
Seit Monaten beherrscht die Terrormiliz IS die strategisch wichtige irakische Stadt Tikrit. Nun hat die Armee eine Grossoffensive gestartet. Sie kämpft gemeinsam mit schiitischen Milizen, die auch vom Iran unterstützt werden. Der deutsche Islamwissenschaftler Guido Steinberg schätzt die Lage ein.
(SRF, 12.3.2015)

Luftangriffe gegen den IS: "Eingreifen des Iran passt ins Bild"
Das Eingreifen des Iran gegen den IS im Irak würde ins Bild passen, sagte der Sicherheitsexperte Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft. Der Iran und die USA würden zwar bestreiten, ihr Vorgehen zu koordinieren. Eine Annäherung der beiden Länder in Sachen IS sei aber offensichtlich.
(Deutschlandfunk, 3.12.2014

/ mehr Links anzeigen...

Kampf gegen IS-Terror - Die Wiederbelebung der "Sahwa"
Vor knapp zehn Jahren kämpften zehntausende sunnitische Araber im Irak gegen Al-Kaida, in der sogenannten Sahwa-Miliz, die zeitweise von den USA finanziert wurde. Nach dem Abzug des US-Militärs sollte die Miliz in die regulären irakischen Sicherheitskräfte eingebunden werden - was nie geschah und zur Folge hatte, dass sich Sahwa-Milizionäre Al-Kaida und der Terror-Organisation IS zuwandten. Angesichts der Gefahr durch den IS wird im Irak nun über eine Wiederbelebung der Sahwa diskutiert.
(Deutschlandfunk, 18.10.2014)

Irak: Boots on the ground?
Luftschläge dürften kaum ausreichen, den Vormarsch des "Islamischen Staates" im Irak einzudämmen und die humanitären Folgen abzufedern. Markus Kaim benennt drei Probleme, die Zweifel an der Strategie der USA und ihrer Verbündeten aufkommen lassen.
Kurz gesagt, 22.09.2014
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Kampf gegen IS: "Das militärische Ziel ist nicht klar, das politische Ziel noch weniger"
Selbst die relativ kleinen Waffenlieferungen, die aus Deutschland an die Kurden im Nordirak gehen, könnten das Machtgefüge in der Region verändern. Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft und Politik fordert im Interview, dass darüber zumindest diskutiert wird.
(Berliner Zeitung, 02.9.2014)

Jesiden und Kurden im Irak - Waffen für die Falschen?
Die Kurden haben die Jesiden vor den IS-Terroristen gerettet, heißt es. Doch die Wahrheit ist komplizierter. Auch in den Kurdengebieten werden Jesiden oftmals diskriminiert. Wer garantiert, dass deutsche Waffen sich nicht irgendwann gegen die Minderheit richten? Von Patrick Franke.
(Qantara, 2.9.2014)

"Europa sollte USA bei Luftangriffen gegen IS und Aufrüstung der Kurden helfen"
Guido Steinberg über die politische Notwendigkeit einer deutschen und europäischen Unterstützung der USA im Irak, über die schlechten Aussichten für die Lösung des politischen Konflikts in Bagdad und die Rolle der Türkei im Kampf gegen europäische Dschihadisten.
Interview, 12.8.2014
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Waffenlieferungen in den Irak? - Die Grenzen deutscher Machtpolitik
Nach humanitärer Hilfe will die Bundesregierung die irakischen Kurden nun auch mit Waffen im Kampf gegen die IS-Miliz unterstützen. Verrät Deutschland damit Grundsätze seiner Außenpolitik? Diese Frage diskutierten Dr. Henning Riecke, Leiter des Programms USA/Transatlantische Beziehungen der DGAP, Prof. Dr. Reinhard Merkel, Rechtsphilosoph der Universität Hamburg und Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke.
21.08.2014
(Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, SWR)

US-Intervention im Nordirak - "Wirkung von Luftschlägen wird überschaubar bleiben"
Ein mögliches militärisches Eingreifen der USA im Nordirak müsse von politischen Maßnahmen flankiert werden, sagte der Nahost-Experte Markus Kaim. Doch durch die Haltung des irakischen Ministerpräsident Al-Maliki sei der Irak politisch blockiert, dies mache die Situation "tragisch".
(Deutschlandfunk, 8.8.2014)

IS-Terror im Irak: Der Westen muss zum Kalten Krieg übergehen
Die USA wollen gegen die IS-Terroristen im Nordirak wenn nötig mit Luftangriffen vorgehen. Auch andere Nato-Staaten sollten sich an der Militäraktion beteiligen, findet der Politikwissenschaftler Heinz Theisen. Denn gegen den Islamismus helfe nur eine Strategie aus dem Kalten Krieg: Eindämmung und Koexistenz.
(Cicero, 8.8.2014)

Obama erlaubt Luftangriffe
Gezielte Operationen, aber kein neuer Krieg: US-Präsident Barack Obama hat Luftangriffe gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Irak erlaubt - und will damit den Völkermord an religiösen Minderheiten verhindern.
(Deutschlandfunk, 8.8.2014)

"Der Westen muss militärisch eingreifen"
Mit brutalster Gewalt ziehen IS-Kämpfer durch den Irak, töten und vertreiben Tausende. Wer sind die Kämpfer? Weshalb sind ihre Gegner so machtlos? Und was könnte der Westen tun? Ein Interview mit dem Nahost-Experten von der Osten-Sacken.
(Tagesschau, 5.8.2014)

Kampf gegen Dschihadisten und um sehr viel Öl
Können die Kurden Isis stoppen?

Die Terrorgruppe Isis überrollt den Irak. Doch in der Ölstadt Kirkuk haben nun die kurdischen Elitekämpfer der Peshmerga die militärische Macht übernommen. Können sie die Islamisten stoppen? Und wird die Regierung in Bagdad diesen Wechsel im Machtgefüge hinnehmen?
23. Juni 2014
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Unterrichtsmaterialien

Aktuelle Stunde: Irak
Beispielhafter Aufbau einer Unterrichtsstunde. Es geht um die diversen internen und externen Akteure im Irak sowie deren freundliche oder feindliche Beziehungen: Wie kann dem IS(IS) begegnet werden?
("Friedensbildung, Bundeswehr und Schule" der EAK und AGDF)

Arbeitsblatt: Die Terrororganisation Islamischer Staat
Im Juni 2014 hat die Terrororganisation Islamischer Staat - kurz IS - große Gebiete im West- und Nordwestirak sowie die Millionenstadt Mossul eingenommen. Ihr Anführer erklärte sich im Anschluss an die Offensive zum Kalifen aller Muslime. Die rasche Ausbreitung der Terrorgruppe und ihre enorme Radikalität überraschten sowohl die Staaten in der Region als auch Politiker und Experten weltweit und zwingen die Weltgemeinschaft nun zum Handeln, um eine weitere Expansion zu verhindern.
(Frieden und Sicherheit)

 

Passend dazu im Themenkatalog

 
 
 
 
 
 

Konfliktporträt Irak

 

Über drei Jahre nach dem Abzug der US-Truppen steht der Irak am Abgrund. Die Klientelpolitik der schiitisch dominierten Regierung hat anstelle der Aussöhnung zwischen den ethno-religiösen Gruppen eine breite sunnitische Unterstützung für die Terrormiliz "Islamischer Staat" hervorgebracht, die mittlerweile ein Drittel des Landes kontrolliert. Eine Zusammenfassung des Konfllikts im Irak bei der bpb.

 
 
 
 
 

Dossiers

 
 
 
 
 
 

Islamisten überrennen Nahen Osten

 

Die Islamistenmiliz Isis hat innerhalb weniger Tage weite Teile des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht. Ihr Ziel ist es, einen islamischen Gottesstaat im Nahen Osten zu errichten. Was kann die Gotteskrieger aufhalten? Debatte verfolgen auf euro|topics.

 
 
 
 
 

Breites Bündnis gegen IS

 

Rund 40 Staaten haben sich unter US-Führung zusammengeschlossen, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen. Sie soll unter anderem mit Luftschlägen und der Unterstützung gemäßigter syrischer Rebellen gestoppt werden. Steht ein neuer Anti-Terror-Krieg bevor? Debatte verfolgen

 
 
 
 
 

Der Irak-Konflikt und ISIS - einfach erklärt

 

Der Irak-Konflikt und ISIS - einfach erklärt
Dieses aktuelle Erklärvideo beschreibt in drei Minuten die Entstehung des Irak-Konflikts, die unterschiedlichen Volksgruppen im Irak sowie das Aufkommen radikaler islamistischer Terrorgruppen wie Al-Qaida und ISIS.
(explain-it)

Iraq Explained - ISIS, Syria and War
There is war in Iraq? Again? And the US and Iran are talking about working together? And who is this ISIS Terrorist group that is all over the news? And Religion?
In den Settings lassen sich Untertitel auf Deutsch einblenden.
(In a Nutshell – Kurzgesagt)

 
 
 
 
 

Kampf ohne Grenzen

 

In der arabischen Welt lösen sich die Staaten auf. An ihre Stelle treten lokale Gruppen, die sich religiös legitimieren. Radikale Milizen oder Warlords übernehmen staatliche Aufgaben - eine Entwicklung, bei der es am Ende kaum Gewinner geben wird. Expertenbeiträge dazu in der Ausgabe 09/10/2014 "Kampf ohne Grenzen" der Zeitschrift Internationale Politik.

 
 
 
 
 

Islamismus

 

Welche Gruppen kämpfen weltweit ihren "heiligen Krieg"? Wie unterscheiden sich diese Gruppen ideologisch und bei der Wahl ihrer Mittel? Und wie sollten wir umgehen mit der Bedrohung? Ein Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung.

 
 
 
 
 

Salafismus-Tagung

 

Der Salafismus ist eine der dynamischsten und am schnellsten wachsenden islamistischen Strömungen in Deutschland, die insbesondere Jugendliche anspricht. Jenseits von Verharmlosung oder Alarmismus widmete sich die Bundeszentrale für politische Bildung diesem Phänomen im Rahmen einer Fachtagung vpm 30.06.-01.07. 2014 vor allem aus dem Blickwinkel von Prävention, Jugendarbeit und politischer Bildung. Hier die Tagungs- Dokumentation mit Videomitschnitten und Hintergrundtexten.

 
 
 
 
 

Salafismus

 

Die in diesem Buch der bpb vorgelegten Beiträge behandeln fundamentalistische Strömungen und Radikalisierungsprävention.

 
 
 
 
 

Parlamentswahlen am 30. April 2014

 

Parlamentswahlen im Irak
Am 30. April 2014 wurden im Irak die 328 Mitglieder des Parlaments für die nächsten vier Jahre gewählt. Der irakische Präsident und der Premierminister werden wiederum von den Mitgliedern des CoR gewählt. Die Wahlen stellten die dritte Parlamentswahl seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 dar und die ersten seit dem Abzug der Amerikaner Ende 2011.
Länderbericht Irak, 18.Mai 2014
(Konrad-Adenauer-Stiftung)