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90 Jahre Erster Weltkrieg - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 29-30/2004)

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs zerbrach die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Die Staats- und Gesellschaftsordnungen der kriegführenden Länder erfuhren revolutionäre Umwälzungen. Neuartige Waffen wie Giftgas, Panzer, Bomberflugzeuge und Maschinengewehre forderten Millionen Opfer. Der Anfang vom Ende der europäischen Dominanz in der Welt war eingeleitet. Der Erste Weltkrieg, den George F. Kennan "the great seminal catastrophe" des Jahrhunderts nannte, barg den Samen des zweiten, noch fürchterlicheren globalen Krieges bereits in sich. 90 Jahre nach dem Kriegsbeginn am 1. August 1914 gibt es keine Zeitzeugen mehr. Statt dessen lässt sich anhand von Alltagsdokumenten die kollektive Erfahrung rekonstruieren: Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotoalben künden vom Grauen des Massenschlachtens. Die Forschung befindet sich auf dem Weg zu einer "Europäischen Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs". Dabei sollten Ansätze einer interdisziplinären Alltags- und Mentalitätsgeschichte mit traditionellen Forschungsthemen der Politikgeschichte verknüpft werden. Auch die lange "vergessenen" Kriegsschauplätze in Ost- und Südosteuropa rücken in den Blickpunkt. Die EU-Erweiterung begünstigt die Entwicklung eines gesamteuropäischen Geschichtsbewusstseins.

Inhalt:

 

 

Editorial

 

Der Erste Weltkrieg in der deutschen und internationalen Geschichtsschreibung

 

"Never Such Innocence Again"

 

Belgien im "Grande Guerre"

 

Der Erste Weltkrieg - Urkatastrophe oder Katalysator?

 


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung



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