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Menschen mit Behinderungen - Aus Politik und Zeitgeschichte (B 08/2003)

2003 hat die Europäische Union das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen" ausgerufen. Die Anerkennung der Rechte Behinderter und deren Akzeptanz in der Gesellschaft haben in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht. So hat die Politik einen Perspektivenwechsel vollzogen: Sie wandelte sich von einer paternalistisch-fürsorglichen, von den Betroffenen oft als "fremdbestimmt" empfundenen, Haltung hin zum Konzept der Selbstbestimmung. Durch die Verabschiedung des Sozialgesetzbuches (SGB IX) im Jahr 2001 hat dieser emanzipatorische Ansatz Gesetzeskraft erhalten. Behinderten Männern und Frauen, die bislang eher Objekte der Fürsorge gewesen sind, wird eine gleichberechtigte, selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Das zentrale Paradigma der Selbstbestimmung durchzieht wie ein roter Faden alle Beiträge dieses Heftes.

Inhalt:

 

Editorial (Ludwig Watzal) 
 
Zwischen Anerkennung und Abwertung (Sigrid Arnade) 
 
Zum Bild behinderter Menschen in den Medien (Peter Radtke) 
 
Selbstbestimmung als behindertenpolitisches Paradigma - Perspektiven der Disability Studies (Anne Waldschmidt) 
 
Zur schulischen und beruflichen Integration von Menschen mit geistiger Behinderung (Kurt Jacobs) 
 
Geschlecht und Behinderung (Ulrike Schildmann) 
 
Eine UN-Menschenrechtskonvention für Behinderte als Beitrag zur ethischen Globalisierung (Theresia Degener) 
 
Behindertenrecht und Behindertenpolitik in der Europäischen Union (Bernd Schulte)


Anbieter: Bundeszentrale für politische Bildung



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