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Afghanistan

Krieg in Afghanistan - ISAF-Mission und Mission "Resolute Support"

Afghanistan-Krieg - ISAF-Mission
Deutsche ISAF-Patrouille mit drei ATF Dingo bei Mazar-e-Sharif. Foto: ISAF Headquarters, wikipedia.org, CC BY 2.0

Nach den Terroranschlägen auf die USA am 11. September 2001 begannen die USA und Verbündete den Internationalen Kampf gegen den Terrorrismus in Afghanistan, um die Taliban-Regierung zu stürzen und Al-Quaida zu bekämpfen. Dem seit nunmehr 14 Jahren andauernden Krieg fielen insgesamt 70.000 Menschen zum Opfer, über zwei Millionen Flüchtlinge sind vor den Gefahren geflohen, und noch immer verlassen derzeit 100.000 Menschen pro Monat das Land.
Ende 2014 lief das Mandat für die NATO-geführte ISAF-Truppe aus und ein Großteil der ausländischen Kampftruppen wurden mittlerweile abgezogen. Doch die bewaffneten Auseinandersetzungen halten an. Eine verkleinerte NATO-Mission soll die afghanischen Sicherheitskräfte weiterhin unterstützen.

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Da die Lage Afghanistan nach wie vor instabil ist, betreibt die NATO unter dem Namen "Resolute Support" (Entschlossene Unterstützung) eine kleinere Nachfolgemission, an der sich Deutschland mit ca. 1000 Soldaten beteiligt. Die Taliban haben ihre Position im letzten Jahr wieder verstärkt und sind in einigen Gebieten weiterhin eine akute Bedrohung,  zusammen mit dem neuerdings auch in Afghanistan aktiven "Islamischen Staat".

Die Position der politischen Führung im Land hingegen ist schwach, die Regierung unter Präsident Aschraf Ghani zerstritten, wirtschaftliche und soziale Probleme machen dem sich jahrelang im Kriegszustand befindlichen Land zu schaffen. 

Wie lässt dich die Lage im Land nachhaltig stabilisieren? Auf der Afghanistan-Konferenz im Dezember 2011 war man sich einig, zukünftig keine militärische, sondern in erster Linie eine politische Lösung anzustreben. Doch die Aussicht auf eine stabile Zukunft erscheint den meisten Menschen in dem kriegsgeplagten Land wie ein Trugbild.

Afghanistan nach 2014 - Mission "Resolute Support"

Afghanistan
Ende 2014 hat die internationale Gemeinschaft fast alle ausländischen Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen. Eine verkleinerte NATO-Militärmission bleibt aber im Land. Der bewaffnete Konflikt hält bei hoher Intensität an. Politische Lösungsversuche stagnieren seit 2012. Die Wirtschaftskrise und soziale Probleme haben sich weiter verschärft.
Innerstaatliche Konflikte
(Bundeszentrale für politische Bildung)

"Wichtiger Meilenstein"
US-Präsident Barack Obama hat den Tod des Taliban-Anführers Mullah Achtar Mansur bestätigt. Er sprach von einem "wichtigen Meilenstein in unseren Anstrengungen, Frieden und Wohlstand nach Afghanistan zu bringen". Er kündigte zudem weitere Schritte gegen extremistische Netzwerke an. Zugleich rief Obama die radikalislamischen Taliban zu Verhandlungen mit der afghanischen Einheitsregierung auf.
(Tagesschau, 23.5.2016)

Die NATO in Afghanistan. Erst politisch gescheitert, dann militärisch verloren
Jochen Hippler meint: Die stärkste Militärmacht der Welt hat den Krieg gegen vielleicht 35.000 schlecht bewaffnete Kämpfer politisch verloren. Die Ursachen lägen in den komplexen Machtverhältnissen in der afghanischen Gesellschaft und dem mangelnden Verständnis der NATO für den Charakter des Krieges am Hindukusch.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 21.4.2016)

Staatsaufbau in Afghanistan. Das Ende der Illusionen?
In Afghanistan ist die westliche Politik des militärisch gestützten Staatsaufbaus gescheitert, die Taliban sind auf dem Vormarsch, so Hans-Georg Ehrhart. Mit einer erneuten Verstärkung seines Engagements versuche der Westen, das Kräfteverhältnis zugunsten der Regierung zu beeinflussen und so eine Verhandlungslösung mit den Aufständischen zu fördern.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 21.4.2016))

Die Besserhasser
Trotz gut geölter Propaganda-Maschinerie gelingt es dem „Islamischen Staat“ nicht, in Afghanistan Fuß zu fassen. Auch weil er sich offen gegen die Traditionen des Landes stellt.
IPG-Journal, 15.2.2016
(Friedrich-Ebert-Stiftung)

Ausweitung des Einsatzes in Afghanistan
Der Bundestag gibt grünes Licht für eine Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes. Damit erhöht sich die Zahl der einzusetzenden Soldaten im Rahmen der Nato-Ausbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmission "Resolute Support" von bisher 850 auf bis zu 980.
(Deutscher Bundestag, 17.12.2015)

Afghanistan - Wie stark ist der IS?
Wenn in Afghanistan Anschläge verübt werden, stammen die Täter meist aus den Reihen der radikal-islamischen Taliban. Und es waren auch die Taliban, die für kurze Zeit Kundus im Norden eroberten. Seit einiger Zeit aber gibt es nun auch Berichte darüber, dass die Terrormiliz IS in dem Land Fuß fasst. Unser Reporter Martin Gerner hat in Kabul nachgeforscht.
(Deutschlandfunk, 30.11.2015)

Afghanistan - Land mit vielen schweren Problemen
Eine vertrauliche Analyse des Auswärtigen Amtes für Entscheider in Asylverfahren zeichnet ein düsteres Bild der Lage in Afghanistan. Die Zahl ziviler Opfer durch Anschläge und Kämpfe habe mit knapp 1600 allein im ersten Halbjahr 2015 den höchsten Wert seit Sturz der Taliban 2001 erreicht.(Tagesschau, 25.11.2015)

Afghanistan: Engagement nach 2014
Im Januar 2015 hat die NATO 'Resolute Support Mission' (RSM) begonnen, deren Schwerpunkt auf der Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Entscheidungsträger liegt.  Deutschland bleibt einer der wichtigsten Partner Afghanistans - künftig vor allem beim zivilen Wiederaufbau.
(Auswärtiges Amt)

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Terrormiliz IS breitet sich in Afghanistan aus
Die EU sieht eine neue Gefahr für Afghanistan: Der Sonderbeauftragte warnt, dass sich neben den Taliban auch der IS am Hindukusch ausbreite. Der Westen dürfe nicht die gleichen Fehler wie in Syrien machen.
(Spiegel, 30.09.2015)

Taliban nehmen Kundus ein
Zwei Jahre nach dem Abzug der Bundeswehr aus Kundus haben die radikalislamischen Taliban die nordafghanische Provinzhauptstadt komplett erobert. Das räumte die Zentralregierung in Kabul ein.
(Tagesschau, 28.9.2015)

Der verdrängte Krieg
In Afghanistan mussten seit Januar 100.000 Menschen vor Gewalt aus ihren Dörfern und Städten fliehen. Ein Flüchtlingsdrama, das sich abseits der Öffentlichkeit abspielt. Hinzu kommt der Abzug von ausländischen Truppen und mit ihm ein wirtschaftlicher Einbruch in größeren Städten. Und in der Hauptstadt Kabul patrouillieren schwerbewaffnete Soldaten. Der Krieg ist noch allgegenwärtig.
(Deutschlandfunk, 14.8.2015)

Die afghanische Regierung der Nationalen Einheit - Herrschaftssicherung vor effektiver Regierungsführung
Als Mohammad Ashraf Ghani das Amt des afghanischen Präsidenten übernahm, zu dem er 2014 ernannt worden war, richteten sich große Erwartungen an ihn. Ghani sicherte eine im westlichen Sinne bessere Regierungsführung zu. Doch rund ein halbes Jahr nach der Vereinbarung, die er mit seinem Regierungsvorsitzenden Abdullah Abdullah getroffen hat, verfügt Afghanistan noch immer nicht über ein vollständiges Kabinett.
Kurz gesagt, April 2015
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Resolute Support - Afghanistan-Mission unter falschen Vorzeichen
Die NATO geht davon aus, dass die Defizite in den Afghanischen Nationalen Sicherheitskräften vor allem technischer Natur sind. Weil diese Annahme grundlegend falsch ist, ist ein Erfolg der Resolute Support Mission unwahrscheinlich.
Kurz gesagt, 20.1.2015
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Zeitenwende am Hindukusch? Afghanistan vor der Dekade der Transformation
Für Afghanistan war 2014 ein Schicksalsjahr: Nach dem Abschluss der Transitionsphase, dem Mandatsende der internationalen Schutztruppe und den Präsidentschaftswahlen ist es Zeit für eine Bilanz. Seit Ende der Taliban-Herrschaft sind Verbesserungen in Grundversorgung, Bildung und Aufbau staatlicher Strukturen erreicht worden. Doch für die neue afghanische Regierung bleibt weiterhin viel zu tun.
KAS-Auslandsinformationen, 21. Jan. 2015
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Afghanistans blühende Demokratie - Wer produktive Lehren aus der Intervention ziehen will, muss zunächst das Scheitern akzeptieren
Nach den mehr als gemischten Bilanzen westlicher Eingriffe in Afghanistan und im Irak scheint die Zeit umfassender militärischer Interventionen des Westens vorerst vorbei zu sein. Gleichzeitig stellt sich angesichts vielfältiger, zum Teil dramatischer Krisen und Konflikte in vielen Teilen der Welt die Frage nach adäquaten Formen der westlichen Intervention mit einer bedrückenden Aktualität. Die Frage "Wann und wie intervenieren?" bleibt unlösbar mit den Erfahrungen und Bilanzen vergangener Einsätze verknüpft.
IPG-Journal, 22.9.2014
(Friedrich-Ebert-Stiftung)

Deutschlands militärischer Beitrag in Afghanistan nach 2014 - Anforderungen an die Nato-Mission "Resolute Support"
Die ISAF-Mission der Nato in Afghanistan wird Ende 2014 auslaufen. Im Anschluss daran soll die Nachfolgemission "Resolute Support" die Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte weiterführen. Die Bundesregierung hat im April 2013 ihre grundsätzliche Bereitschaft bekundet, sich mit einem Bundeswehr-Kontingent von bis zu 800 Soldatinnen und Soldaten auch an diesem Einsatz zu beteiligen.
SWP-Aktuell 2013/A 45, Juli 2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Ungeplant bleibt der Normalfall
Acht Situationen, die politische Aufmerksamkeit verdienen, u.a. ein Szenario über die Zukunft Afghanistans
SWP-Studien 2013/S 16, September 2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Verhandeln statt Bürgerkrieg
Ein Plädoyer für Waffenstillstand und offizielle Friedensgespräche in Afghanistan
Der vorliegende Report argumentiert, dass mit dem Ende des UN-mandatierten und NATO-geführten Afghanistaneinsatzes 2014 eine Eskalation des afghanischen Bürgerkrieges droht. Daher plädiert dieser Report dafür, den afghanischen Bürgerkrieg durch offizielle Friedensverhandlungen zwischen den zentralen Konfliktparteien zu deeskalieren. Hierzu werden konkrete Vorschläge gemacht, die Teil eines Verhandlungsfahrplans sein könnten.
HSFK-Report Nr. 4/2013
(Hessissche Stiftung Friedens- und Konflikforschung)

Afghanistan am Scheitelpunkt der Transitionsphase
Ohne Fortschritte in zentralen Handlungsfeldern droht die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die zuständigen Instanzen in Afghanistan zu scheitern. Die Strategie der Nato-Staaten für Afghanistan scheint festgefahren. Für die zweite Hälfte der Transition bleiben nur noch wenige Handlungsoptionen. Eine Fokussierung auf die beiden Hauptakteure des Konflikts - die afghanische Regierung und die Führung der Taliban - verspricht am meisten Erfolg. Sollte es nicht gelingen, in den nächsten zwei Jahren die Regierung zu stärken und die Taliban weiter zu schwächen, wird eine langfristige Stabilisierung Afghanistans kaum zu erreichen sein.
SWP-Aktuell 2013/A 14, Februar 2013
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

ISAF-Mission in Afghanistan

Das Ende der ISAF-Mission in Afghanistan
13 Jahre lang kämpften Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan. Ab Januar 2015 wird die deutlich kleinere Nachfolgemission "Resolute Support" die Kampftruppen der ISAF ablösen. Die Afghanen sollen dann wieder selbst für Ihre Sicherheit sorgen.
Hintergrund aktuell, 15.12.2014
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Der Afghanistan-Einsatz und seine Folgen
Themendossier mit Hintergrundinformationen, Analysen, Literatur.
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Afghanistan Spezial: Der ISAF-Einsatz
Am 31. Dezember 2014 endete nach 13 Jahren der Afghanistan-Einsatz. Die Bundeswehr blickt zurück auf eine Mission, die nicht nur als der erste Kampfeinsatz der Streitkräfte seit ihrer Aufstellung 1955 in die Geschichte eingegangen ist.
(Bundeswehr)

ISAF's mission in Afghanistan (2001-2014)
ISAF was one of the largest coalitions in history and is NATO’s most challenging mission to date. At its height, the force was more than 130,000 strong, with troops from 51 NATO and partner nations. (NATO)

Das Ende der Illusonen
Hans-Georg Erhardt meint: Der Westen muss Abschied nehmen von der Vorstellung, Afghanistan sei nach westlichem Vorbild zu modernisieren. Er könne lediglich versuchen, eine erneute Machtübernahme der Taliban zu verhindern - und einen Rückfall in den Bürgerkrieg.
Dossier "Innerstaatliche Konflikte", 19.07.2012
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Afghanistan - wie weiter?
Jochen Hippler sieht Afghanistans politische Zukunft in einem labilen Gleichgewicht unterschiedlicher Gewaltakteure. Weniger wahrscheinlich ist seiner Meinung nach eine Hegemonie der Taliban. So oder so: Der Abzug der ausländischen Truppen werde die Konfliktlinien wieder deutlich zu Tage treten lassen. Blieben die Truppen aber, seien die Friedensaussichten noch geringer.
Dossier "Innerstaatliche Konflikte", 19.07.2012

ISAF-Mandat: Erfolg der Mission noch nicht sichtbar
Mit der nächsten ISAF-Mandatsverlängerung wird eine große Truppenreduzierung bis Februar 2014 angestrebt. Doch die Voraussetzungen dafür sind aus heutiger Sicht noch nicht gegeben, sagt Nils Wörmer im Interview mit der Online-Redaktion.
Kurz gesagt, 19.11.2012
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

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Der Aufbau der nationalen afghanischen Sicherheitskräfte
- Stand und Perspektiven der Transition nach dem Nato-Gipfel in Chicago

Zwei Probleme stehen im Mittelpunkt dieser Studie: zum einen die Existenz der Milizen, die dem Aufbau eines staatlichen Gewaltmonopols in Afghanistan entgegenstehen, und zum anderen der Zustand der afghanischen Regierungsstrukturen (governance), die gestärkt werden müssen, damit die Übergabe der Sicherheitsverantwortung dauerhaft sein kann.
SWP-Studien 2012/S 17, August 2012
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Friedensratschlag zu den neuen Enthüllungen über Leichenschändungen in Afghanistan
Die jüngsten Enthüllungen über Leichenschändungen in Afghanistan, begangen von US-Soldaten an getöteten Aufständischen, belegen aufs Neue, dass der Krieg am Hindukusch die beteiligten Soldaten mehr und mehr brutalisiert und entmenscht.
(AG Firedensforschung, Universität Kassel)

Gewalttätige Proteste verschärfen Lage in Afghanistan
Seit Bekanntwerden der Koranverbrennungen kommt es in Afghanistan zu gewalttätigen Protesten, bei denen bislang mindestens 29 Menschen getötet wurden.
Hintergrund aktuell, 27.02.2012
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Nicht nur religiöse Fanatiker oder aufgeputschter Mob
Die Gründe für die Wut der Einheimischen seien vielschichtig, für den Leiter der Kinderhilfe Afghanistan, Reinhard Erös, ist das ökonomische Elend ebenso schuld wie die "katastrophal schlechte" Wissen der US-Soldaten über die Kultur des Landes.
(DeutschlandRadio Kultur, 28.02.2012)

Anhaltende Wut in Afghanistan
Der Protest gegen eine mutmaßliche Verbrennung religiöser Schriften in Afghanistan eskalierte. "In den Demonstrationen und Ausschreitungen der letzten Woche geht es nicht ausschließlich um die Verbrennung religiöser Schriften, vielmehr entlädt sich hier eine tief sitzende Enttäuschung, die bei jedem beliebigen Anlass in Aggressivität umschlagen kann".
KAS-Länderbericht, 27.02. 2012
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

- Counterterrorism und Anstöße für eine deutsche Diskussion?
Politische Entscheidungsträger in den USA verfolgen stringent seit 2002 diese Anti-Terrorstrategie zum Schutz ihres Landes gegen Terrorangriffe. Scheinbare Strategiewechsel - die unter den Schlagworten Counterinsurgency (COIN) und Einsatz von Kampfdrohnen diskutiert werden - sind lediglich Änderungen und Anpassungen der Counterterrorism (CT) Strategie auf der Ebene der Mittel. Der Zweck des Engagements und die Ziele für die einzelnen Handlungslinien bleiben jedoch unverändert.
Arbeitspapier, FG 3/ Nr. 01, Juli 2012

Lernen in Interventionen? Evaluation am Beispiel der deutschen Afghanistan-Mission
Seit Ende 2001 stochert die internationale Gemeinschaft im Nebel, probiert aus, erleidet Rückschläge und kann nur darauf hoffen, dass eine Änderung in ihrer Strategie endlich doch noch zum Erfolg führt. Vielleicht noch schlimmer: Unter Umständen würde sie den Erfolg gar nicht erkennen, wenn er einträte. Gezieltes Lernen, das zu einer Optimierung von Interventionen führen kann, ist so nicht möglich. Diese Studie schlägt eine umfassende Evaluation vor.
(Stiftung Wissenschaft und Politik, September 2011)

Kriegsmüdigkeit und Strategiewandel in der amerikanischen Afghanistanpolitik
Militärisch geht es in der amerikanischen Afghanistan-Strategie gegenwärtig um kaum mehr als die Ausschaltung möglichst vieler Aufständischer durch Tötung und Gefangennahme - sei es in der Hoffnung, die Führung des Gegners verhandlungsbereit zu stimmen, sei es in der Erwartung, dass gestärkte afghanische Sicherheitskräfte so eher in die Lage versetzt werden, mit der letztlich nicht ganz zu beseitigenden Bedrohung fertig zu werden.
(Stiftung Wissenschaft und Politk, September 2011)

Fern jeden Friedens
Der Westen ist auf bestem Weg dazu, in Afghanistan sein zentrales Kriegsziel, die Schaffung eines stabilen Landes, zu verfehlen. Das hat nicht ausschließlich, aber auch mit eigenen strategischen Fehlern zu tun, so Tobias Matern.
(Qantara, 26.09.2011)

Afghanistan vor neuem Bürgerkrieg? Entwicklungsoptionen und Einflussfaktoren im Transitionsprozess
Vier durchweg negative Entwicklungsoptionen zeichnen sich ab: Es könnte eine »Machtoligarchie« entstehen, entweder direkt aus der bisherigen Führungsgruppe (Option 1) oder mit politischer Beteiligung der Taleban (Option 2). Denkbar ist aber auch der Rückfall in einen "Bürgerkrieg" nach 2014, dem voraussichtlichen Ende des ISAF-Einsatzes (Option 3), oder in ein erneutes "Taleban-Emirat" (Option 4).
(Stiftung Wissenschaft und Politk, August 2011)

Obama zum weiteren Vorgehen in Afghanistan
"Bis zum kommenden Sommer werden wir insgesamt 33.000 Soldaten nach Hause bringen", erläutert US-Präsident Obama in einer Rede an die Nation am 22. Juni 2011.
(Amerika Dienst)

Afghanistan: Den Frieden verhandeln
Bericht der Internationalen Task Force für Afghanistan, Mai 2011
(Friedrich Ebert Stiftung)

ISAF
Die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (aus englisch International Security Assistance Force, kurz ISAF) war eine Sicherheits- und Wiederaufbaumission unter NATO-Führung im Rahmen des Krieges in Afghanistan von 2001 bis 2014.
(Wikipedia)

Afghanistan-Konferenz

Afghanistan-Konferenz in Bonn
Zehn Jahre nach der ersten Konferenz will die internationale Gemeinschaft künftig den Fokus auf die nicht-militärische Unterstützung für das Land legen.
Hintergrund aktuell, 6.12.2011
(Bundeszentrale für politiche Bildung

Internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn
Auf der einen Seite bekennt sich Afghanistan dazu, seine Bemühungen für gute Regierungsführung, für Demokratie und zur Bekämpfung der Korruption zu verstärken. Die internationale Gemeinschaft ist im Gegenzug bereit, dem Land auch nach dem Abzug der kämpfenden Truppen 2014 beizustehen.
(Auswärtiges Amt)

Afghanische Zivilgesellschaft mit starker Stimme
"Zivilgesellschaftliches Forum Afghanistan" im Vorfeld der Außenminister-Konferenz: 34 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen sind mit Untertstützung der deutschen politischen Stiftungen nach Bonn gekommen, um im Vorfeld der Außenministerkonferenz ihre Politikforderungen für die Zukunft des Landes vorzustellen.
(Konrad-Adenauer-Stiftung, 2.12.2011)

Afghanistan-Konferenz in Bonn: Der Schlüssel für den Frieden liegt in Pakistan
Die internationale Gemeinschaft berät, wie es mit Afghanistan bis zum Abzug der westlichen Truppen weitergehen soll. Rund 1.000 Vertreter aus 85 Staaten nehmen an dem Treffen teil. Nur Pakistan boykottiert die Konferenz – und begeht damit einen schweren Fehler, meint Ahmed Rashid.
(Qantara, 5.12.2011)

Hintergrundinformationen Afghanistan

Afghanistan
Dieses Spezial bietet neben Daten und Grafiken zum Land ein Konfliktportrait, Informationen über die Taliban und das Engagement Deutschlands beim Wiederaufbau Afghanistans.
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Afghanistan
Themenschwerpunkt mit Informationen zu den Bereichen Geschichte, Land, Bevölkerung, Politisches System, Afghanistan-Einsatz sowie Literatur, Filme und Links.
(Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung)

Der Afghanistan-Einsatz und seine Folgen
Themendossier mit Hintergrundinformationen, Analysen, Literatur.
(Stiftung Wissenschaft und Politik)

Afghanistan
Analysen, Interviews, Hintergründe zur Lage in Afghanistan.
(Qantara)

Afghanistan
Analysen, Interviews, Hintergründe zur Lage in Afghanistan.
(Heinrich-Böll-Stiftung)

Auslandsbüro Afghanistan
Analysen, Interviews, Hintergründe zur Lage in Afghanistan.
(Konrad-Adenauer-Stiftung)

Afghanistan
Beiträge zur aktuellen Lage in Afghanistan.
(AG Friedensforschung )

Krieg in Afghanistan seit 2001
(Freie Enzyklopädie Wikipedia)

Veröffentlichung geheimer Militärakten

Wikileaks veröffentlicht geheime Militärakten
Hintergrund aktuell, 27.07.2010
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Wikileaks enthüllt Bild eines schmutzigen Krieges
euro|topics - mehrsprachige Presseschau, 27.07.2010
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Außen- und Sicherheitspolitik

Terror und Sicherheit
Das Spezial informiert über die Hintergründe des globalen Terrorismus und die Antworten der Sicherheitspolitik.
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Auslandseinsätze der Bundeswehr
(Das Parlament 34/35 2010)

60 Jahre NATO - Die Zukunft der Sicherheitspolitik
(Das Parlament 01/02 2009)

Außen- und Sicherheitspolitik
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 43/2008)
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert
Informationen zur politischen Bildung, Heft 291 2006
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Unterrichtsmaterialien

Afghanistan kontrovers
Der Krieg in Afghanistan aus zwei Perspektiven: Das Themenblatt beleuchtet einerseits die völkerrechtlichen Grundlagen und die Motive der internationalen Gemeinschaft für einen Einsatz in Afghanistan. Andererseits geht es um Folgen des Krieges für die Zivilbevölkerung und ihren Alltag.
Themenblätter im Unterricht (Nr. 84) 2011
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik: Der ISAF-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistamste Einsatz
Der außen- und sicherheitspolitisch bedeutsamste Einsatz er Bundeswehr seit ihrem Bestehen stellt die Beteiligung an der NATO-geführten International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan dar.
Politik & Unterricht, 1-2009
(Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg)

Afghanistan
Die Geschichte Afghanistans und der dortige Bundeswehreinsatz - Was machen deutsche Soldaten am Hindukusch?
(schule-studium.de)

Frieden & Sicherheit
Arbeitsblatt des Monats: Eine Zukunft für Afghanistan?
(Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V.)

Friedenspädagogik
Dieser Grundkurs beschäftigt sich mit dem theoretischen Fundament der Friedenspädagogik, der Friedens- und Konfliktforschung, aber auch mit praktischen Ansätzen der Friedenserziehung.
(Bildungsserver D@dalos)

Filme

Das 13. Jahr
Rückzug für Deutschland - Der verlorene Krieg in Afghanistan
Anch 13 Jahren ziehen die Soldaten der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF ab. Was dies für die Menschen hier wie überall im Land bedeutet, ist ungewiss. "Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit" sagen die Taliban.
(SWR)

Afghanistan - Der unmögliche Übergang
Ende 2012 begannen die westlichen Staaten ihre Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Wird in dem Land nach dem Abzug endlich Frieden herrschen? Oder wird der Krieg in eine andere Phase eintreten? MIT OFFENEN KARTEN blickt auf den Konflikt in Afghanistan zurück und hinterfragt den erwarteten "Übergang".
(Arte)

Unser Krieg - Afghanistan
Eine Dokumentation über den seit mehr als 10 Jahren andauerenden Krieg in Afghanistan. Zusammen mit den bewegenden und zum Teil schonungslosen Bildern und Aussagen der Soldaten entsteht ein eindringliches Gesamtbild der "Mission Afghanistan".
(ZDF)

So nah am Tod: Afghanistan im zehnten Kriegsjahr
ARD-Autor Ashwin Raman hat die Ereignisse im Kunduz dokumentiert. Im Sommer 2011 ist er unterwegs im Norden Afghanistans. Sein Ziel: eine möglichst hautnahe Bestandsaufnahme nach zehn Jahren Krieg.
(ARD)

Auf verlorenem Posten? Der Kampf um Afghanistan
Ist dieser Krieg noch zu gewinnen? Die mächtigste Militärallianz der Welt ist dabei diesen Krieg zu verlieren. Ein Film von Marc Perkins und Phil Rees.
(ZDF)

 

Passend dazu im Themenkatalog

 
 
 
 
 
 

Afghanistan - Spezial

 

Spezial Afghanistan der Bundeszentrale für politische Bildung: Konfliktporträt, Deutschlands Engagement, Terror der Taliban, Machtstrukturen, Das Land in Daten.

 
 
 
 
 

Afghanistaneinsatz

 

Das Dossier Afghanistaneinsatz der Stiftung Wissenschaft und Politik bietet in Kapiteln zu nationalen Entwicklungen, regionalen Akteuren sowie dem internationalen Einsatz zahlreiche Beiträge zum Thema.

 
 
 
 
 

Was vom Kriege übrig blieb?

 

Der Afghanistan-Krieg dauert bereits länger als Erster und Zweiter Weltkrieg zusammengenommen. Welche Lektionen hält der erste große militärische Auslandseinsatz Deutschlands nach 1945 bereit? Wie groß sind die Chancen, dass der Abzug 2014 die Region nicht endgültig ins Chaos stürzt? Darüber schreiben Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen in der IP-Ausgabe "Was vom Kriege übrig blieb?"

 
 
 
 
 

Einsatz in Afghanistan

 

Fabrizio Bensch reiste im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters nach Afghanistan, lebte zusammen mit den Soldaten im Camp und begleitete sie mit der Fotokamera bei ihren Einsätzen. In täglichen E-Mails an Freunde und Kollegen verarbeitet Fabrizio Bensch seine Erlebnisse und berichtet hautnah über Soldaten, die offen über ihre Ansichten und Ängste sprachen. Die Publikation Einsatz in Afghanistan ist bei der Brandenburgischen LpB zum Versandkostenpreis erhältlich.

Immer mehr deutsche Soldaten kehren mit posttraumatischen Belastungsstörungen aus Einsätzen zurück. Wie reagiert der Körper, wenn man täglich mit Tod und Leid konfrontiert ist? Andreas Pankratz über Soldaten mit PTBS im Afghanistan-Dossier der bpb.

 
 
 
 
 

Präsidentschaftswahl in Afghanistan

 

Wahldrama in Afghanistan zu Ende
- Ghani gewählt, Regierung besiegelt
(Tagesschau, 21.9.2014)
Präsidentschaftswahl in Afghanistan
Hintergrund aktuell, 12.6.2014
(Bundeszentrale für politische Bildung)
Präsidentschaftswahl in Afghanistan 2014
(Wikipedia)

 
 
 
 
 

Zehn Jahre Afghanistan-Krieg

 

Afghanistan - 10 Jahre, 100 Blicke
Zehn Jahre Krieg in Afghanistan, kommentiert aus der Sicht der Afghanen und von internationalen Augenzeugen: Exilanten, Fotografen, Experten, Karikaturisten...
(Arte)
Zehn Jahre Afghanistan: Einsatz mit widersprüchlichen Ergebnissen?
Dr. Babak Khalatbari, Dr. Hamidullah Noor Ebad, OKtober 2011
(Konrad-Adenauer-Stiftung)
Afghanistan 2011
Dossier: 10 Jahre internationales Engagement
(Heinrich Böll Stiftung)

 
 
 
 
 

Kriegsopfer in Afghanistan

 
 
 
 
 
 

Terror und Sicherheit

 

Das Spezial Terror und Sicherheit der Bundeszentrale für politische Bildung informiert über die Hintergründe des globalen Terrorismus und die Antworten der Sicherheitspolitik.

 
 
 
 
 

Dossiers